Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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69 groͤßerer Theil der kleinern Barone hatten die reformirten Meinungen angenommen, und die Predigten des John Knox, eines Mannes von großem Muthe, Eifer und Talenten, er⸗ warben dem proteſtantiſchen Glauben taͤglich neue Anhaͤnger.

Die Koͤnigin Regentin hatte, obſchon ſie ſelbſt eine eif⸗ rige Katholikin war, die proteſtantiſche Partei eine Zeit lang geduldet und ſogar aufgemuntere, weil ſie ihr Intereſſe gegen das der Hamiltonen unterſtuͤtzte; allein in Frankreich war von ihren Brüdern aus dem Hauſe Guiſe eine Politik ange⸗ nommen worden, die ſie bewog, ihr Betragen in dieſer Hin⸗ ſicht zu veraͤndern.

Du wirſt dich erinnern, daß Eduard V. ſeinem Vater Heinrich in der Regierung nachfolgte. Er nahm die prote⸗ ſtantiſche Lehre an, und vollendete die Reformation, die ſein Vater begonnen hatte. Aber er ſtarb fruͤhzeitig, und ſeine Schweſter, Maria oon England, die Tochter Heinrichs Vill., von ſeinem erſten Weibe, Katharina von Arragonien, von der er ſich, unter dem Vorwande von Gewi ſſenrzweifeln, ſchied, folgte ihm nach. Dieſe Maria ſuchte die katheliſche Religion wieder einzufuͤhren, und ließ die Geſetze gegen die Ketzerei mit der groͤßten Strenge vollziehen. Viele Perſonen

wurden unter ihrer Regierung verbrannt, und davon iſt ſie

die blutige Köͤnigin Maria genannt worden. Sie ſtarb je⸗ doch nach einer kurzen und ungluͤrklichen Regierung, und ih⸗ re Schweſter Eliſaberh beſtieg den Thron mit der allgemei⸗ nen Einwilligung des ganzen engliſchen Volks. Die Katho⸗ liken fremder Laͤnder, und beſonders die franzoͤſiſchen, beſtrit⸗ ten Eliſabeth's Anſpruͤche auf die Krone. Eliſabeth war Heinrichs Tochter von ſeinem zweiten Weibe, Anna Ballen

Da nun der Papſt nie ſeine Zuſtimmung weder zu der Ehr⸗ ſcheidung der Koͤnigin Katharine, noch zu der veirath Auna