68 zen chrem Beiſplele folgen.“ Als dem Grafen von Angus Vorwürfe gemacht wurden, daß er mit 1000 Roſſen, gegen eine Proklamation der Koͤnigin Regentin, daß keiner mit
mehr als ſeiner gewöhnlichen Dienerſchaft reiſen ſollte, ins.
3 arlament gekommen ſey, antwortete er ſcherzend,„die Schel⸗ me wollen ihn nicht verlaſſen; und er wuͤrde der Koͤnigin ver⸗ pflichtet ſeyn, wenn ſie ihn auf irgend eine Art von ihnen efreien koͤnnte, denn ſie verzehren ſein Rindfleiſch und Bier.“ Eben ſo wenig Gluͤck hatte ſie, als ſie den Grafen zu uͤberreden ſuchte, ihr ſein ſtarkes Schloß Tantallon zu tbergeben, unter dem Vorwande, eine Beſatzung in daſſelbe zu Baen, um es gegen die Englaͤnder zu vertheidigen. An⸗ twortete er indirekt, als ob er mit einem Falken ce, den er gerade auf ſeiner Fauſt hatte, und fütterte, der Ter afel,“ ſagte er,„iſt in dem hungrigen Falken! Wird er nie voll werden?“ Die Koͤnigin fuhr, dieſen Wink nicht beachtend, ſort, in r Geſuch in Betreff der Beſatzung zu verfolgen.„Das S Schloß, Mabame,“ erwiederte er, „ſtett ihnen zu Gebot; allein bei der heiligen Braut von Deuglas Hich muß der Kapitain werden, und ich will es fuͤr vertheidigen, als irgend einer ben ſie in daſfelbe Die andern Adeligen hegten gleiche Geſin⸗ us, und wollten keineswegs in den Vorſchla ruppen auszuheben, die, wie ſie fürchteten, z ken der Koͤnigin Regentin zur Verminde⸗ rung der Freiheiten bes Kͤnigreichs augewendet werden konnten. 3
Das Uehergeriche der proteſtantiſchen Lehren in Schott⸗
land betaͤrkte den ſchott ſſchen Adel in ſeinem Entſchluſſe, ſich dem Wunſche der Koͤnigin Negentin, ihre Macht zu vergroͤ⸗ ßern, zu widerſetzen. Viele große Edelleute, und ein noch


