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67 Als die junge Koͤnigia auf dieſe Art nach Frankreich ge⸗
bracht war, hatte ihre Mutter, Maria von Guiſe, die Witt⸗
we Jacob's V. die Geſchicklichkeit, ſich an die Spitze der Ge⸗ ſchaͤfte von Schottland zu ſtellen. Der Herzog von Chatel⸗ herault, wie wir jetzt den Grafen von Arran nennen muͤſſen, ſtets wankelmuthig in ſeiner Geſinnung, ließ ſich bewegen, das Regentenamt nieberzulegen, das die Koͤnigin Wittwe in Beſitz nahm, die in der Verwaltung des Koͤnigreichs einen hohen Grad von Klugheit und Vorſicht an den Tag legte⸗ Die meiſten Menſchen wunderten ſich uͤber die Bereitwillig⸗ keit, mit welcher der Herzog von Chatelherault, der felbſt ſo⸗ nahe mit dem Chrone verwandt war, der Maria von Gu ſe Platz gemacht hatte, allein Niemand war ſo entruͤſtet dar⸗ uͤber, als der natuͤrliche Bruder des Herzogs, der Beaton als Erzbiſchof von St. Andreas nachgefolgt war. Er tobte, mit oͤffentlicher Ungebuͤhr, gegen den gemeinen Geiſt ſeines Bruders, der auf dieſe Art die Gewalt eines Regenten aus⸗ den Haͤnden gegeben habe, als bloß ein„wimmerndes Maͤd⸗ chen“ zwiſchen ihm und der Krone geweſen ſey.
Die Koͤnigin Regentin ſuchte, auf dieſe Art zur Gewalt gelangt, ſich durch die Verminderung der Macht des ſchotti⸗ ſchen Adels und die Vergroͤßerung der Gewalt der Krone⸗ zu ſichern. Zu dieſem Ende machte ſie den Vorſchlag, es folle in dem Lande im Allgemeinen eine Steuer erhoben wer⸗ den, um Miethſoldaten zu bezahlen, ſtatt die Vertheidigung des Landes dem Adel und ſeinen Vaſallen anzuvertrauen⸗ Dieſer Vorſchlag wurde von dem ſchottiſchen Parlamente un⸗ gemein uͤbel aufgenommen.„Wir werden fuͤr unſere Fami⸗ lien und üunſer Land,“ ſagten ſie,„beſſer fechten, als X Mieth⸗ kinge thun koͤnnen— unſere Vaͤter thaten dieß, und ſeit wul⸗
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