Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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nehmen, daß die junge Koͤnigin, die mit dem katholiſchen Hauſe Guiſe ſo nahe verwandt war, dieſelbe Partei unter⸗ ſtuͤtzte. Jacob beſchloß endlich, ſeinen Oheim zu enttaͤuſchen. Nachdem der ſtolze Heinrich 6 Dage in York, in Erwartung ſeiner Ankunft, geblieben war, entſchuldigte ſich Jacob durch eine kahle Ausrede. Heinrich war, wie natuͤrlich, toͤdtlich beleidigt, und ruͤſtete ſich zum Kriege.

Nun begann ein wuͤthender und verderblicher Krieg. Heinrich ſchickte zahlreiche Streitkraͤfte ab, um die ſchottiſchen Graͤnzen zu verheeren. Jacob ſiegte in dem erſten bedeuten⸗ den Gefechte, zu ſeinem unnennbaren Vergnuͤgen, und traf die Anſtalten zu einer entſcheidenderen Feindſeligkeit. Er verſammelte ein Heer um ſich, und ruͤckte von Edinburgh bis Fala, auf ſeinem Wege nach der Graͤnze, vor, als den 1. November 1542 die Nachricht ankam, daß der engliſche Ge⸗ neral ſeine Streitkraͤfte in die engliſchen Graͤnzen zuruͤckgezo⸗ gen habe. Auf dieſe Nachricht erklaͤrten die ſchottiſchen Edel⸗ leute, die mit ihren Vaſallen zu dem koͤniglichen Banner ge⸗ ſtoßen waren, ihrem Fuͤrſten, daß, obſchon ſie die Waffen er⸗ griffen haben, um das Land gegen einen feindlichen Einfall zu ſchüͤtzen, ſie doch den Krieg mit England als eine unkluge, und blos aus Nachgiebigkeit gegen die Geiſtlichkeit unternom⸗ mene Maßregel betrachten, und daß ſie deswegen, da die Englaͤnder ſich zuruͤckgezogen haben, entſchleſſen ſeyen, keinen Fuß auf das feindliche Gebiet zu ſetzen. Ein einziger Graͤnz⸗ haͤuptling erbot ſich mit ſeinem Gefolge dem Koͤnige zu fol⸗ gen wohin er ſie fuͤhren wolle. Dieß war John Scott von Thielſtane, den Jacob dadurch belohnte, daß er ſeinem vaͤter⸗ lichen Wappenſchilde einen Buͤſchel Speere als Helmzier, und das Motto:„Bereit, ſtets bereit,“ beifuͤgen ließ.

Als Jacob ſich auf dieſe Art allgemein von dem Adel