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98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ben. Ihr Zweck war, wie man behauptete, die Zuruͤckberu⸗ fung der Douglas nach Schottland und die Wiederherſtellung ihres Anſehens und Einſluſſes in dieſem Lande. Die Dame wurde lebendig auf dem Schloßhofe von Edinburgh verbrannt, und die Zuſchauer, von Mitleid fuͤr ihre Jugend und Schoͤn⸗ heit bewegt, und uͤber den Muth, mit welchem ſie ihr Schick⸗ ſal erduldete, erſtaunt, ermangelten nicht, ihre Hinrichtung nicht ſowohl einem wahren Verbrechen, als vielmehr dem tiefgewurzelten Haſſe des Koͤnigs gegen das Haus Douglas beizuſchreiben. Eine andere Dodesſtrafe beſtaͤtigte, obſchon ſie einen Gegenſtand des allgemeinen Mißfallens traf, die Stim⸗ mung von Jacobs ſtrenger, wo nicht grauſamer Gemuͤthsart. Wir haben des Sir Jacob Hamilton von Draphane, mit dem Beinamen des Baſtarts von Arran, als eines durch die Wild⸗ heit ſeines Charakters und die Mordthaten, die er kaltbluͤtig begieng, ausgezeichneten Mannes erwaͤhnt. Dieſer Mann war zum Scheriff von Ayr gemacht worden, und hatte andere Beweiſe von der Gunſt des Koͤnigs empfangen. Deſſenunge⸗ achtet wurde er ploͤtzlich von einem Vetter gleichen Namens der Verraͤtherei angeklagt; und auf dieſes bloße Zeugniß hin verurtheilt und hingerichtet. Auch bei dieſer Gelegenheit mach⸗ te die oͤffentliche Meinung Jacob den Vorwurf, daß er ohne hinreichenden Schuldbeweis verfahren ſey.

Inzwiſchen fuhr Heinrich fort, den Koͤnig von Schott⸗ land durch Briefe und Unterhandlungen aufzufordern, ge⸗ inſchaftliche Maßregeln mit ihm gegen die katholiſche Geiſt⸗ eit zu ergreifen. Er tadelte ſeinen Neffen, daß er es vorziehe, ſein koͤnigliches Einkommen durch Viehzucht zu ver⸗ groͤßern, die er als eine unfurſtliche Beſchaͤftigung darſtellte, und erklaͤrte, daß wenn er Geld brauche, er, ſein guͤtiger Oheim, bereit ſey, ihm ſo viel zu geben, gls er verlange,