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dem Todfeinde des paͤpſtlichen Stuhles, zu verhuͤten ſuchte. Jakob V. beſuchte demzufolge Frankreich, und erhielt die Hand Magdalena's, der Dochter Franz J. mit einer bedeuten⸗ den Mitgift. Dieſe Prinzeſſin wurde bei ihrer Landung in Leith mit großer Freude und ſo viel Glanz empfangen, als die Armuth des Landes erlaubte. Allein die junge Koͤnigin befand ſich in ſchlimmen Geſundheits⸗Umſtaͤnden, und ſtarb 40 Tage nach ihrer Heirath.
Nach dem TDode dieſer Prinzeſſin heirathete der Koͤnig Marie von Guiſe, die Thchter des Herzogs von Guiſe, und verband ſich ſo mit einer Familie, die ſtolz, ehrſüchtig und der katholiſchen Sache im ausſchweifendſten Grade zugethan war. Dieſe Verbindung vergroͤßerte ohne Zweifel Jakobs Abneigung gegen jede Veraͤnderung in dem eingefuͤhrten Glauben.
Allein welche Geſinnungen der Fuͤrſt auch hegen mochte, die der Unterthanen neigten ſich allmaͤhlig mehr und mehr nach einer Umaͤnderung der Religion hin. Schottland beſaß in dieſem Zeitpunkt mehrere gelehrte Maͤnner, die im Aus⸗ lande ſtudirt und da die Lehren des großen Reformators Cal⸗ vin angenommen hatten. Sie brachten bei ihrer Ruͤckkehr Abſchriften von der heiligen Schrift mit ſich, und konnten hinlaͤngliche Auskunft uͤber den Streit der Proteſtanten, wie ſie jetzt genannt wurden, und der roͤmiſch⸗katholiſchen Kirche geben. Viele unter den Schotten von hohem und niederm Range nahmen die neuen Lehren an.
Die papiſtiſchen Miniſter und Rathgeber des Koͤnigs wagten es, zur Gewalt ihre Zuflucht zu nehmen, um dieſen Refultaten entgegen zu wirken. Mehrere Perſonen wurden verhaftet, vor das geiſtliche Gericht des Biſchofs von St. An⸗ dreas geſtellt, und zu den Flammen verurtheilt. Die Be⸗


