Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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4 41 ſeinem Gebiete zu ſchaffen. Viele von den Biſchoͤfen und

Geiſtlichen der engliſchen Kirche nahmen die reformirten Leh⸗

ren an, und alle laͤugneten die dem Papſte zugeſchriebene hoͤchſte Gewalt.

Allein der groͤßte Schlag fuͤr die paͤpſtliche Gewalt war die Aufßzoͤſung der Kloͤſter. Der Koͤnig bemaͤchtigte ſich der⸗ ſelben, ſo wie der ihnen angehoͤrenden Laͤndereien, und theilte den Rrichthum der Kiöͤſter unter die Großen ſeines Hofes aus. Auf dieſe Art vernichtete er jene großen Anſtalten auf immer, und legte der katholiſchen Religion ein unbeſtegbares

Hinderniß in den Weg, da nunmehr ſo viele Perſonen die

Ausſchließung derſelben ihres eigenen Vortheils wegen wuͤn⸗

ſchen mußten.

Der Beweggrund des Betragens Heinrichs VIII. war kei⸗ neswegs lobenswerth, allein es hatte die wichtigſten und heil⸗ ſamſten Folgen, da England nachmals fuͤr immer, ausge⸗ nommen waͤhrend der kurzen Regierung ſeiner aͤlteſten Toch⸗ ter, von aller Abhaͤngigkeit von dem Pipſie, und von den aberglaͤubiſchen Lehren der roͤmiſch⸗katholiſchen Kirche befreit wurde.

Zur ſchottiſchen Geſchichte zuruͤckkehrend, muß ich dir ſa⸗

gen, daß einer von Heinrichs Hauptwuͤnſchen darin beſtand,

ſeinen Neffen, den zungen Koͤnig von Schottland, zu bewe⸗ gen, dieſelbe Religionsveraͤnderung, die er in England ein⸗ gefuͤhrt hatte, in ſeinem Lande eintreten zu laſſen. Heinrich machte, wenn wir den ſchottiſchen Geſchichtſchreibern glauben duͤrfen, Jacob die glaͤnzendſten Anerdietungen, um ihn zu dieſer Maßregel zu bewegen. Er erbot ſich, ihm die Hand ſeiner Dochter Marie zur Ehe zu geben, und ihn zum Her⸗ zos von Pork zu machen, und zum Behufe der Begründung

eines dauernden Friedens zwiſchen den beiden Laͤndern, wuͤnſch⸗