England von Tag zu Tag,
ger Fuͤrſt, als je einer lebte, taͤndelte, beſchloß er, ſeine G dieſem Ende laͤugnete er die Gewalt des Pap
Schweſter nicht zu beleidigen.
40 d ſchoͤnes, junges Weib, mit Namen Anna Bullen, eine Eh⸗ rendame im Gefolge der Koͤnigin, ſo daß er der Königin Katharina los zu werden, und dieſe junge Dame zu heirathen wuͤnſchte. Zu dieſem Ende wandte er ſich an den Yapſt, um eine Eheſcheidung von der guten Koͤnigin, unter dem Vor⸗ wande, daß ſie mit ſeinem aͤltern Bruder verlobt geweſen ſey, zu erlangen. Er glaube, ſagte er, in dem Falle zu ſeyn, ſei⸗ nes Bruders Weib geheirathet zu haben, und deswegen wuͤn⸗ ſche er, der Papſt moͤchte eine Ehe aufheben, die ſein Gewiſ⸗ ſen peinige. Die Wahrheit war, wenig beunruhigt haben wuͤrde, haͤtte er nicht ein anderes, juͤngeres und ſchoͤneres Weib zu heirathen gewuͤnſcht.
Der Papſt wuͤrde wahrſcheinlich, Heinrichs Wunſch gerne erfuͤllt haben, wenigſtens hatten ſeine Vorgaͤnger, Maͤnnern von geringerer Wichtigkeit groͤßere Gunſtbezeugungen ertheilt, allein Katharina war die Schweſter Karls V, der ſowohl Kaiſer von Deutſchland, als Koͤnig von Spanien, und einer der weiſeſten und maͤchtigſten Fuͤrſten der Chriſtenheit war. Der Papſt, der Karls Huͤlfe zur Unterdruͤckung der Reforma⸗ tion noͤthig hatte, wagte ihn durch die Eheſcheidung ſeiner
Seine Heiligkeit wich daher einer beſtimmten Antwort auf das Geſuch des Koͤnigs von von Woche zu Woche, und von Jahr zu Jahr aus. Allein dieß fuͤhrte zu einer Gefahr, die der Papſt nicht vorhergeſehen hatte. 3 Als Heinrich VIII, ein ſo hitziger, wilder und ungeduldi⸗ fand, daß der Papſt mit ihm ewalt ganz abzuſchuͤtteln. Zu ſtes in England, pt der engliſchen
und erklaͤrte, er ſelbſt ſey das einzige Hau
Kirche, und der Biſchof zu Nom habe nichts mit ihm oder
daß ſein Gewiſſen ihn ſehr


