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Syſtem andere Lehren ein, von denen viele mit der reinen
Chriſtuslehre unvertraͤglich waren, und die alle die Vergroͤ⸗ Berung der Gewalt der Prieſter über den Geiſt und das Ge⸗ wiſſen anderer Menſchen zum Zwecke hatten. Es war den
Paͤpſten nicht ſchwer, dieſe Veraͤnderungen einzufuͤhren. Denn
da ſie behaupteten, ſie ſeyen die ſichtbaren Nachfolger des heiligen Petrus, ſo erklaͤrten ſie, ſie ſeyen ſo unfehlbar, als der Apoſtel ſelbſt, und alles, was ſie in ihren Vorſchriften,
die ſie Bullen nannten, bekannt machen, muͤſſe von allen
Chriſten eben ſo geglaubt werden, als ob es in der heiligen Schrift ſelbſt vorgeſchrieben worden waͤre. Wir wollen hier zwei oder drei dieſer Neuerungen mittheilen.
Einige gute Leute hatten ſich im Anfange des Chriſten⸗ thums von der Welt zuruͤckgezogen, um Gott in der Einſam⸗
keit zu verehren. Sie arbeiteten uͤm ihr Brod, gaben den Armen Almoſen, brachten ihre freie Zeit mit Andachtsuͤbun⸗ gen zu, und waren mit Recht geachtet. Als aber nach und nach gutgeſinnte Perſonen große Summen auf die Unterſtü⸗ tzung von Bereinen ſolcher heiliger Leute verwandten, den Klöſtern, in welchen ſie lebten, Laͤndereien vermachten, und ſie bereicherten, wichen die Moͤnche, wie man ſie nannte, von der Einfachheit ihres Standes ab, und ver nachlaͤßigten die Tugenden, die ſie ausuͤben ſollten. Zudem wurden durch die uͤbermaͤgigen Stiſtungen dieſer Klöſter große Gelbſummen und bedeutende Laͤndereien darauf verwendet, eine nutzloſe Men⸗ ſchenklaſſe zu erhalten, die unter dem Vorwande, Andachts⸗
uͤbungen zu verrichten, ſich von den Geſchuͤften und allen
haͤuslichen Pflichten zuruͤckzogen..
Eben ſo wurde auch die Verehrung der Heiligen, zu der uns die Schrift durchaus keine Erlaubniß giebt, in dieſen unwiſſenden Zeiten eingefuͤhrt. Es iſt natuͤrlich, daß wir
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