Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ſpaͤt, und der Geſellſchaft fehlte es an Lebensmitteln, obſchon

tern. Drumlanriga war ein wenig blind oder kurzſichtig, und dieb in großer Wuth um ſich, ohne zu ſehen, wohin er ſchlug. Der Laird von Amisfield war nicht gluͤcklicher, denn fein Schwert brach waͤhrend des Kampfes. Der Koͤnig ließ hier⸗ auf dem Zweikampfe ein Ende machen, und die Kaͤmpfenden wurden mit Muͤhe getrennt. So erlaubte der Koͤnig dieſen inbeisſamen Baronen, in ſeiner eigenen Gegenwart zu fech⸗ ten, um ſie zu bewegen, anderswo im Frieden zu bleiben. Jacob V. hatte die Gewohnheit, als Privatperſon ver⸗ kleidet im Lande umherzugehen, um Klagen zu hoͤren, die ſonſt ſein Ohr nicht erreicht haben wuͤrden, und vielleicht auch, um Vergnuͤgungen zu genießen, deren er ſich in ſei⸗ nem anerkannten koͤniglichen Charakter nicht haͤtte erfreuen koͤnnen. Dieß ſoll auch eine Gewohnheit Jacobs IV. ſeines Vaters, geweſen ſeyn, und man erzaͤhlt verſchiedene Aben⸗

teuer, die ihnen bei ſolchen Gelegenheiten begegneten. Eine

oder zwei vun dieſen Erzaͤhlungen moͤgen zur Belebung unſe⸗ rer Geſchichte beitragen.

Wenn Jacob V. in einer Verkleibung reiste, ſo fuͤhrte er einen Namen, der bloß einigen ſeiner vorzuͤglichſten Edel⸗ leute und Begleiter bekannt war. Er hieß der Goodman (das iſt der Paͤchter) von Ballengiech. Ballengiech iſt ein ſteiler Engpaß, der ſich hinter dem Kaſtelle von Stirling hin⸗ abzieht. Als der Koͤnig einmal in Stirling ſpeiste, ſchickte er ſeine Leute nach den benachbarten Huͤgeln, um einiges Wildpret zu erlegen. Das Wildpret wurde erlegt und auf Pferde gelegt, um nach Stirling gebracht zu werden. Un⸗ glücklicherweiſe mußten ſie an den Thoren des Schloſſes von Arnpryor vorbei, das einem Haͤuptlinge der Buchanans ge⸗ hörte, der eine große Anzahl Gaͤſte bei ſich hatte. Es war