Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ſie der ſtarken Getraͤnke mehr als genug hatte. Als der Haͤuptling ſo viel fettes Wildpret dicht an ſeiner Thuͤre vor⸗ uͤberfüͤhren ſah, entriß er es den Eigenrhuͤmern, und gab ih⸗ nen, als ſie ihm ſagten, es gehoͤre dem Koͤnige Jacob, die unverſchaͤmte Antwort,wenn Jacob Koͤnig in Schottland ſey, ſo ſey er, Buchanan, Koͤnig in Kippen. Dieß war der

Rame des Diſtriktes, in welchem das Schloß Arnpryor lag. Als der Koͤnig hoͤrte, was vorgefallen war, ſtieg er auf der Stelle zu Pferde, und ritt augenblicklich von Stirling nach Buchanan's Wohnung, wo er einen ſtarken, wildausſehenden Hochlaͤnder fand, der, mit einer Axt auf den Schultern, an der Thuͤre Wache ſtand. Dieſer grimmige Waͤchter wollze den Koͤnig nicht einlaſſen, indem er erklaͤrte, der Laird von Arnpryor halte ſeine Mahlzeit, und wolle ſich nicht ſtoͤren laſſen.Gcehe gleichwohl zu der Geſellſchaft, mein guter Freund, ſagte der Koͤnig,und ſage ihm, daß der Paͤchter von Ballengiech gekommen ſey, um mit dem Koͤnige von Kippen zu ſpeiſen. Der Thuürſteher ging murrend in das Haus, und ſagte ſeinem Herrn, es ſey ein Purſche mit eis nem rothen Barte an der Pforte des Schloſſes, der ſich den Paͤchter von Ballengiech nenne, und behauptete, er ſey ge⸗ kommen, um mit dem Koͤnige von Kippen zu ſpeiſen. So⸗ bald Buchanan dieſe Worte hoͤrte, wußte er, daß der Koͤnig perſoͤnlich da war, und beeilte ſich vor Jacob niederzuknieen, um ihn wegen ſeines unverſchaͤmten Betragens um Verzei⸗ hung zu bitten. Allein der Koͤnig, der ihn bloß in einen augenblicklichen Schrecken jagen wollte, verzieh ihm offenher⸗ zig, begab ſich ſodann in das Schloß, und von ſeinem eigenen Wildprete, das Buchanan aufgefangen hatte. Bu⸗ chanan von Arnpryor wurde nachher ſets Koͤnig von Kippen genannt.