Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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auch in den Stand geſetzt, Nutzen aus den Laͤndereien zu ziehen, welche die Krone in der Naͤhe der Graͤnze beſaß. Er ſoll zu gleicher Zeit 10,000 Schaafe in Ettrick Foreſt auf der Waide gehabt haben, und zwar unter der Aufſicht des An⸗ dreas Bell, der dem Koͤnige eine ſo genaue Rechenſchaft von dem Gewinne der Heerde ablegte, als ob ſie in den Triften von Fife, welches damals der cioiliſirteſte Theil Schottlands war, gewaidet haͤtte.

Auf der andern Seite wurden die Graͤnzen Schottlands durch die Vernichtung ſo vieler tapferer Maͤnner, die, unge⸗ achtet ihrer geſetzloſen Lebensart, wahre Vertheidiger ihres Landes waren, nicht wenig geſchwaͤcht und deßwegen verdient die Strenge, mit der Jacob zu Werke ging, als in einem gewiſſen Grade unpolitiſch, und wirklich hoͤchſt grauſam und uͤbertrieven, einige Ruͤge.

Auf gleiche Weiſe verfuhr Jakob gegen die hochlaͤndiſchen Haͤuptlinge, und durch Hinrichtungen, Conſiskationen und andere ſtrenge Maßregeln, unterwarfen ſich die noͤrdlichen Bergbewohner wie die ſuͤdlichen. Er ſetzte dann die Graͤnz⸗ haͤuptlinge und andere, die er eingekerkert hatte, damit ſie den Gang ſeiner Gerechtigkeit nicht hemmen moͤchten, in Freiheit. 2

Da dieſe wilde Haͤuptlinge, nach dieſer ſtrengen Zuͤchti⸗ gung, nicht mehr wie fraͤher ihre gegenſeitigen Schlöſſer an⸗ greifen konnten, ſo mußten ſie ihren toͤdlichen Groll in Duellen auslaſſen, die haͤuſig in der Gegenwart des Koͤnigs nach vorheriger Einholung ſeiner koͤniglichen Erlaubniß, aus⸗ gefochten wurden. So kaͤmpften Douglas von Drumlanrigg und Charis von Amisfield in Gegenwart des Koͤnigs mitein⸗ Ander, nach

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chrem einer den andern des Hochverraths angeklagt hatte. Sie fochten zu Fuß mit großen zweigriffigen Schwer⸗