Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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22² 8 ſehn als ein Koͤnig? John Armſtrong machte große An⸗ erbietungen fuͤr ſein Leben. Er verſprach, ſich mit vierzig Mann auf ſeine eigenen Koſten bereit zu halten, um dem Koͤnige, auf den geringſten Wink, ſogleich zu dienen; zu⸗ gleich verpflichtete er ſich Feinen ſchottiſchen Unterthan zu be⸗ leidigen oder zu beeintraͤchtigen, was auch nie ſeine Gewohn⸗ heit geweſen ſey, und gelobte, daß kein Mann in England, welchen Rang er auch haben moͤge, Herzog, Graf, Lord oder Baron, ſey, den er nicht dem Koͤnig, todt oder leben⸗ big, innerhalb einer beſtimmten Zeit zu uͤberliefern ſich an⸗ heiſchig mache. Als aber der Koͤnig auf keine ſeiner Aner⸗ bietungen hoͤren wollte, ſagte er in hoͤchſt ſtolzem Tone,ich bin bloß ein Narr, daß ich Gnade von einem vermaledeiten Geſichte verlange; allein haͤtte ich gemuthmaßt, daß ſie mich ſo behandeln wuͤrden, ſo würde ich an der Grenze geblieben ſeyn, trotz des Koͤnigs von England und euch beiden; denn ich weiß wohl, daß Koͤnig Heinrich das Gewicht meines beſten Roſſes in Gold geben wuͤrde, wenn er wuͤßte, daß ich heute zum Tode verurtheilt worden bin.

John Armſtrong wurde nebſt allen ſeinen Leuten ohne Barmherzigkeit aufgeknüpt. Das Volk der Ebene war froh, daß es von ihm befreit war; allein an den Grenzen wurde er vermißt und beklagt, als ein tapferer Krieger und kuͤhner Kampfheld gegen England. 3

So groß waren die Wirkungen des Schreckens, den die⸗ ſe allgemeinen Hinrichtungen erregten, daß man Jakob nach⸗ ſagte, er habe gemacht,daß der Binſenbuſch die Kuh be⸗ bewache,(the rash bush keep lhe cow); das heißt, daß in dieſem geſetzloſen Theile des Landes die Menſchen das Eigen⸗ thum nicht mehr anzugreifen wasten, und das Vieh unbe⸗ wacht guf ſeinen Waideplaͤtzen bleiben konnte. Jakob ſah ſich