5 17 ſtellte er ſich, als ob er ſei en alten Diener nicht wieder er⸗ kenne. Dvuglas wandte ſich um, und lief in der Hoffnung, einen Blick guͤtiger Erinnerung zu erhalten, neben dem Koͤ⸗ nige her; und obſchon Jacob ſein Pferd ſchnell gegen den Huͤ⸗ gel antrieb, und Donglas unter ſeiner Kleidung ein ſchweres Pauzerhemd, aus Furcht vor Ermordung, trug, ſo war Gray⸗ ſteil doch ſo bald an dem Schloßthore als der Koͤnig. Jacob ritt an ihm vorüber in den Schloßhof, allein Douglas ſtzte ſich erſchopft an dem Thore nieder, und bat um einen Becher
Wein. Der Haß des Koͤnigs gegen den Namen Douglas war
ſo bekannt, daß kein Diener es wagte, dem alten Krieger dieſe unbedeutende Erfriſchung zu reichen. Der Koͤnig tadel⸗ te wirklich ſeine Diener wegen dieſer Unh oͤllichkeit, und ſagte ſogar:„er w uͤrde ohne ſeinen Sid, nie einen Douglas anzut⸗ ſtellen, Archibald von Kilſpindie in ſeinen Dienſt g genommen haben, da er ihn fruͤher als einen Mann von großer E Geſehick⸗ lichkeit kennen gelernt habe. Gleichwohl ſchickte er ſeinem armen Grayſteil den Befehl, ſich nach Frankreich zuruckzu⸗ ziehen, wo er bald nachher aus Herzeleid ſtarb. Selbſt Hein⸗ rich VII. von England, der ſelbſt von Natur unverſuͤhnlich war, tadelte Jacobs Unverſöhnlichkeit bei dieſer Gelegenheit, und fuͤhrte ein altes Spruͤchwort an,
A Hing's face
Shonid give grace. (Eines Koͤnigs Geſicht Sollte Gnade geben.)
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W. Scott's Werke. XCVIH. 8. 8


