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„Sie irren ſich,“ antwortete Cramichael;„er hat in der verfloſſenen Nacht die Bruͤcke von Stirling überſchritten.““
Als Douglas diß hoͤrte, fuhr er ſchnell auf, begab ſich nach des Koͤnigs Zimmer, und begehrte Einlaß. Als man ihm keine Antwort gab, ließ er die Thüre einbrechen, und als er das Zimmer leer fand, vief er:„Verraͤtherei!— Der Koͤnig iſt fort, und Niemand weiß wohin!“ Hierauf ſchickte er ſeinem Bruder, dem Grafen von Angus, einen Expreſſen, und ſandte nach jeder Richtung Leute aus, um den Koͤnig zu ſuchen und die Douglas zu verſammeln.
Als man die Wahrheit erfuhr, ritten die Anhaͤnger des Grafen von Angus mit einander nach Stirling; allein der Koͤnig war ſo weit entfernt, ſie aufzunehmen, daß er, mit Trompetenſchall, drohke, jeden Douglas fuͤr einen Ver⸗ raͤther zu erklaͤren, der ſich ſeiner Verſon bis auf 12 Meilen naͤhern, oder ſich in die Verwaltung der Regierung miſchen würde. Einige von den Douglas hatten im Sinne, ſich die⸗ ſe Proklamationen zu widerſetzen, aber der Graf von Angus und ſein Bruder beſchloſſen, ihr zu gehorchen, und zogen ſich nach Linlithgow zuruͤck.
Bald nachher verſammelte der Koͤnig den zahlreichen Adel um ſich, der die Macht der Grafen von Angus und Arran beneidete, uder Beleidigungen von ihnen erlitten hat⸗ te; und klagte ſie im offenen Parlamente des Hochverraths an, indem er erklaͤrte, er ſey, ſo lange er ſich in ihrer Ge⸗ walt befunden habe, ſeines Lebens nie ſicher geweſen. Der Graf von Angus wurde daher ſeines Eigenthums fuͤr verlu⸗ ſtig erklaͤrt, und mit allen ſeinen Freunden und Verwandten
in die Verbannung geſtoßen. Und ſo theilten die rothen Dou⸗
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glas des Hauſes Angus faſt daſſelbe Schickſal mit den ſchwar⸗ zen Douglas des aͤltern Stammes dieſes maͤchtigen Hauſes;


