Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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44 . 27 unter der Aufſicht eines Leibwaͤchters oder Stallknechts, dem der Koͤnig ſeinen Plan anvertraut hatte.

Jakob ſtieg mit ſeinen zwei Dienern zu Pferde, und ga⸗ loppirte die ganze Nacht hindurch ſo ſchnell wie ein Vogel, der ſo eben ſeinem Gefaͤngniſſe entſchluͤyft iſt. Bei Tagesan⸗ bruch erreichte er die Bruͤcke von Stirling, die das einzige

Mittel war, uͤber den Fluß zu ſetzen ausgenommen auf Boͤ⸗

ten. Sie war durch Thore vertheidigt, die der Koͤnig ſchlieſ⸗ ſen ließ. Auch befahl er den Uebergang zu bewachen. Er war ſehr ermuͤdet, als er Stirling Caſtle erreichte, wo er von dem Gouverneur, dem er ſelbßt das Commando in dieſer ſtarken Feſtung anvertraut hatte, freudig empfangen wurde. Die Zugbrücken wurden aufgezogen, die Fallgatter herabge⸗ laſſen, Wachen ausgeſtellt, und jede Maßregel der Verthei⸗ digung und Vorſicht genommen. Allein der Koͤnig hatte ei⸗ nen ſolchen Abſcheu davor, den Douglas wieder in die Haͤn⸗ de zu fallen, daß er, ſo ermüdet er auch war, nicht zu Bette gehen wollte, bis die Schlüſſel des Schloſſes unter ſein Kopf⸗ kiſſen gelegt waren. 4

Am Morgen herrſchte große Beſtuͤrzung in Falkland. Sir Georg Douglas war in der Nacht der Abreiſe des Koͤ⸗ nigs, um 14 Uhr, dahin zurückgekehrt. Bei ſeiner Ankunft fragte er nach dem Koͤnige, und der Chuͤrſteher, ſo wie die Wachen antworteten ihm, er ſchlafe in ſeinem Zimmer, da er am naͤchſten Morgen fruͤhzeltig auf die Jagd wolle. Er begab ſich daher früͤhzeitig zur Ruͤhe. Allein am naͤchſten Morgen erhielt er andere Nachrichten. Ein gewiſſer Peter Cramichael, Bailie von Abernethy, klopfte an die Thure ſeines Zimmers, und fragte ihn,ob er wiſſe, was der Koͤ⸗ nig an dieſem Morgen thue?.

Er ſchlaͤft in ſeinem Zimmer, ſagte Sir Georg.