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Pallaſte, der zur Jagd und Falkenbaize, woran er großes
Vergnuͤgen zu finden ſchien, bequem gelegen war. Der Graf von Angus verließ in dieſem Zeitpunkte den Hof, und begab ſich nach Lothian, wo er einige dringende Geſchaͤfte hatte— Archibald Donglas von Kilſpindie ging nach Dundee, um eine Dame zu beſuchen, mit der er in Verbindung ſtand— und Georg Donglas war nach St. Andreas gegangen, um dem Kanzler Beaton, der jetzt Erzbiſchof dieſes Bisthums, und Primat von Schottland war, einige weitere Vortheile abzunoͤthigen. Auf dieſe Art war kein Douglas mehr in der Umgebung des Koͤnigs, ausgenommen Parkhead,— mit ſei⸗ ner Wache von 100 Mann, auf deren Wachſamkeit die an⸗ dern vertrauten.
Der Koͤnig hielt die Zeit guͤnſtig für ſeine Flucht. um allen Verdacht einzuſchlaͤfern, erklaͤrte er, er wolle am naͤch⸗ ſten Morgen fruͤhe aufſtehen, um auf die Hirſchjagd zu ge⸗ hen. Douglas der nichts argwoͤhnte, begab ſich zu Bette, nachdem er ſeine Wache ausgeſtellt hatte. Allein der Koͤnig war nicht ſobald in ſeinem beſondern Gemache, als er einen treuen Pagen, mit Namen John Hart, rief;— John,“ ſagte er,„llebſt Du mich?“
„Mehr als mich ſelbſt,“ antwortete der Diener.
„Und willſt Du etwas für mich wagen?“
„Mein Leben mit Vergnügen,“ ſagte John Hart.
Der Koͤnig machte ihn hierauf mit ſeiner Abſicht be⸗ kannt, verkleidete ſich in einen Stallknecht, und ging mit Hart in den Stall, als ob er die Pferde zur Jagd des naͤch⸗ ſten Tags in Bereitſchaft ſetzen wollte. Getaͤuſcht durch ihr Ausſehen ließen die Wachen ſie ruhig vorüͤbergehen. In dem Stalle waren drei zute Pferde geſattelt und in Bereitſchaft,


