Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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lange nachher von den Kers in Edinburgh als Sühne füͤr den Tod des Lairds von Eeßford, ermordet.

Als der Graf von Lennox ſeinen Plan, den Koͤnig mit Buccleuch's Huͤlfe zu befreien, vereitelt ſah, beſchloß er, dieß perſoͤnlich zu verſuchen. Er wurde zu dieſem Unternehmen von dem Kanzler Beaton(der ſich bei dem Gefechte Clean⸗the Cauſeway ausgezeichnet hatte,) von dem Grafen von Glen⸗ cairn, und andern Edelleuten aufgemuntert, die es ungerne ſahen, daß der Graf von Angus den jungen Koͤnig als einen Gefangenen behandelte, und daß die ganze Verwaltung des Königreichs in den Haͤnden der Douglas ruhte. Er verſam⸗ melte ein Heer von zehn oder zwoͤlftauſend Mann, und ruͤck⸗ te von Stirling nach Edinburgh vor. Angus und Arran, die noch immer eng mit einander verbunden waren, ſtießen bei dem Dorfe Newliſton auf Lennox. Das Geruͤcht, daß eine Schlacht geliefert werden ſollte, gelangte bald nach Edinburgh, wo Sir Georg Douglas ſich beeilte, die Buͤrger unter die Waffen zu rufen, um ſeinen Bruder, den Grafen von Angus, zu unterſtügen. Die Glocken der Stadt wurden gelaͤutet, Trompeten ſchallten, und der Koͤnig ſelbſt mußte zu Pferde ſteigen, um die Maßregeln der Dougläs, die er in feinem Herzen verabſcheute, zu unterſtützen. Jakob war ſei⸗ ner Lage ſo uͤberdruͤßig, daß er den Abzug der Streitkraͤfte, die in Edinburgh gemuſtert wurden, durch alle moͤglichen Mittel zu ve rn ſuchte. Als ſie das Dorf Corſtorphine erreichten n. ſie den Donner des Geſchuͤtzes, was die wilde ld des Georg Douglas das Schlachtfeld zu er⸗ reichen, vergrößerte, ſo wie es den jungen Koͤnig, der die Hoffnung hegte, Angus werde geſchlagen werden, ehe ſein Bruder ihm zu Hülſe kommen köͤnne, zu groͤßerem Zoͤgern bewog. Als Georg Douglas dieß bemerkte, redete er ihn in

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