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ger zit zeigen, und ſeine Gnaden einzteladen, in feinem Hau⸗ ſe zu ſpeiſen.“ Er fuͤgte noch bei,„er wiſſe des Koͤnigs Ge⸗ ſinnung eben ſo gut als Angus.“ Der Graf ruͤckte vor, und ihr Kriegsgeſchrei„Bellenden“ erhebend, wurden die Graͤnz⸗ bewohner alsbald handgemein und fochten tapfer; aber die Homes und Kers, die in keiner großen Entfernung waren, kehrten, als ſie den Laͤrm hoͤrten, durch das kleine Dorf Darnik zuruͤck, ſie⸗ len uͤber Buceleuch's Leute her und entſchleden das Schickſal des Tags. Die Graͤnzreiter flahen, allein Buccleuch und ſeine Be⸗ gleiter kaͤmpften noch waͤhrend ihres Ruͤckzugs hartnaͤckig. Sie wandten ſich nach den Kers um, und erſchlugen mehrere von ihnen, beſonders Ker von Ceßford, einen Haͤuptling des Na⸗ mens, den einer der Ellioten, ein Untergebener Buccleuchs mit ſeiner Lanze erſtach. Sein Dod erregte eine toͤdliche Feh⸗ de zwiſchen den Staͤmmen Scott und Ker, die ein Jahrhun⸗ dert lang dauerte, und viel Blut koſtete. Dieſes Gefecht hatte am 25. Julius 1526 ſtatt. Ungefaͤhr 90 Schotten blie⸗ ben auf dem Schlachtfelde, und Buccleuch wurde, nehſt vie⸗ ken andern ſeines Stamms, des Hochverraths für ſchuldig erklaͤrt. Allein nachdem der Koͤnig das Joch der Douglas abgeſchuͤttelt hatte, begab er ſich in eigener Perſon in das Parlament, um die Reſtauration Buccleuch's auszuwirken, der, wie er auf ſein koͤnigliches Wort erklaͤrte, ohne eine feindliche Abſicht, ſondern blos um ſeinen Fuͤrſten ſeine Ehr⸗ furcht zu bezeugen, und ihm die Zahl ſeiner Anhaͤnger zu zeigen, nach Melroſe gekommen mar. Zum Beweiſe deſſen ſagte der Koͤnig, der genannte Wat habe keine Waffenruͤſtung, ſondern bloß ein ledernes Koller und eine ſchwarze Muͤtze ge⸗ tragen. Die Familie wurde dem zufolge wieder in den Be⸗ ſitz ihrer Laͤndereien geſetzt; allein Sir Walter Scott wurde


