Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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»Ach, Mylord,« ſagte er mit einem traurigen Blick auf Rothſay,konnte Eure Hoheit nach dem Leben eines unſchuldigen Mannes trachten, weil er ſeine Pflicht fuͤr ein huͤlfloſes Maͤdchen that? Lieber waͤre ich in den Schranken geſtorben, als ich dieß von dem Erben von Bruce ſagen hoͤre!«

Du biſt ein guter Burſche, Smith,«K erwiederte der Prinz,aber ich kann nicht erwarten, daß du weiſer als andere urtheilſt. Fort mit dem Ver⸗ brecher zum Galgen und knuͤpft ihn lebendig auf, weun Ihr wollt, daß er Luͤge und Aergerniß bis zum letzten Augenblick ſeines Daſeyns gegen uns ver⸗ breite!«

Mit dieſen Worten verließ der Prinz die Schran⸗ ken, zu ſtolz, um die finſteren Blicke zu bemerken, die auf ihn fielen, waͤhrend das Volk ihm langſam und wider⸗ ſtrebend Platz machte, und um uͤber ein tiefes, hohles Murmeln oder Seufßzen, das ihn begleitete, Erſtaunen oder Mißvergnuͤgen zu aͤußern. Nur wenige ſeiner perſoͤn⸗ lichen Diener begleiteten ihn vom Kamp fplatz, wenn gleich mehrere vornehme Maͤnner in ſeinem Gefolge gekommen waren. Selbſt die niedern Burger hoͤrten auf, dem ungluͤcklichen Prinzen zu folgen, dem ſein fruͤherer zweifelhafter Ruf ſchon ſo oft den Vorwurf der Un⸗ beſonnenheit und des Leichtſinnes zugezogen hatte und

um den ſich jetzt ein finſterer Verdacht der ſchrecklich⸗

ſten Art zu lagern ſchien.

Er begab ſich langſam und traurig ſinnend nach der Dominikanerkirche, aber die ſchlimme Botſchaft, die im woͤrtlichen Sinne fliegt, hatte bereits ſeines Vaters ſtille Wohnung erreicht, ehe er daſelbſt ankam. Als der Herzog von Rothſay in den Palaſt trat und nach dem Koͤnig fragte, wurde er durch die Botſchaft uͤberraſcht, er ſey in tiefer Berathung mit dem Herzog von Albany, der, ſogleich zu Roſſe ſteigend, als der Prinz die Schranken verließ, das Kloſter vor ihm er⸗