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„Eure Hoheit wird mir verzeihen,« ſagte Graf Errol,„ich muß ihn ſchuͤtzen, bis ſein Urtheil voll⸗ ſtreckt iſt.«
„So laßt ihn gleich wegſchleppen,« erwiederte Al⸗ bany,„und Ihr, koͤniglicher Neffe, warum ſteht Ihr da in ſtarrem Erſtaunen? Nehmt Eure Entſchloſſen⸗ heit zuſammen— ſprecht— mit dem Gefangenen,— ſchwoͤrt— bezeugt bei Allem, was heilig iſt, daß Ihr nichts von dieſer Schandthat wißt.— Seht, wie die Leute ſich anſehen und bei Seite fluͤſtern.— Dieſe Luͤge breitet ſich wahrlich ſchneller aus als das Evan⸗ gelium.— Sprecht mit ihnen, koͤniglicher Vetter, gleichguͤltig, was es ſey, wenn Ihr nur ſtandhaft laͤugnet.«
„Wie, Sir,“ ſagte Rothſay, aus dem Staunen und der Demuͤthigung erwachend, in die er verſunken war und ſtolz zu ſeinem Oheim gewandt:„Ich ſollte mein koͤnigliches Wort gegen das eines feigen Ver⸗ brechers verpfaͤnden? Laßt die, welche im Stande ſind, zu glauben, der Sohn ihres Koͤnigs, der Nach⸗ komme von Bruce ſey faͤhig, dem Leben eines armen Handwerkers nachzuſtellen, das Vergnuͤgen genießen, das Schurkengeſchwäͤtz fuͤr wahr zu halten.«
„Ich will das einmal nicht,« ſagte der Schmied keck.„Ich that nie etwas Entehrendes gegen ſeine koͤnigliche Gnaden, den Herzog von Rothſay, und er⸗ fuhr nie ſeine Ungnade, weder in Wort, noch in Blick oder That; und ich kann nicht denken, daß er etwas ſo Schlechtes gethan haͤtte.“
„»War es nicht entehrend, daß Ihr Seine Hoheit am„Faſtendienſtag in Curfewſtreek von der Leiter warft?“ ſagte Bonthron,„und glaubt Ihr, es ſey gnaͤdig oder ungnaͤdig aufgenommen worden?.
Dieß wurde ſo zuverſichtlich geſagt und war ſo wahr⸗ ſcheinlich, daß es die Meinung des Waffenſchmieds von der Unſchuld des Prinzen erſchuͤtterte.


