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rol nach ſeiner Wohnung, die Bürger, denen ſie auf der Straße begegneten, gingen, wenn ſie den Herzog von Rothſay ſahen, bei Seite, um der Nothwendigkeit zu entgehen, den zu grüßen, welchen ſie jetzt auch als einen grauſamen, nicht mehr blos leichtſinnigen Wüſt⸗ ling betrachten mußten. Des Connstables Wohnung nahm nun ihren Gebieter und ſeinen fürſtlichen Ga auf, beide froh, die Stelle zu verlaſſen, aber nicht ver⸗ gnügt, die ſie drinnen gegen einander einnehmen mußten.
Wir muͤſſen in die Schranken zuruͤckkehren und das was nach dem Ende des Kampfs und dem Abzug der Edlen vorfiel, betrachten. Das Volk theilte ſich durch⸗ aus in zwei Haufen. Der kleinere, aber ausgezeichne⸗ tere und achtungswerthe beſtand aus der beſſern Klaſſe der Einwohner von Perth, die dem Sieger und einan⸗ der uͤber das glorreiche Ziel Gluͤck wuͤnſchten, zu dem ihr Streit mit dem Adel gefuͤhrt worden ſey. Die Obrigkeit war ſo ſtolz darauf, daß ſie Sir Patrick Char⸗ teris bat, einen Schmaus im Rathsſaal anzunehmen, wozu Heinrich, der Held des Tages natuͤrlich einge⸗ laden wurde oder vielmehr Befehl erhielt, dabei zu erſcheinen. Er hoͤrte mit großer Verlegenheit dieſe Aufforderung, denn ſein Herz war, wie leicht zu glan⸗ ben iſt, bei Katharine Glover. Aber Simon Glovers Rath entſchied. Dieſer alte und aͤchte Buͤrger hatte eine natuͤrliche, ſchoͤne Ehrfurcht vor der Obrigkeit der ſchoͤnen Stadt und viel Achtung vor allen Ehren, die aus dieſer Quelle floſſen.
Die Fortſetzung folgt im fuͤnften Theil.


