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15 2⁴ 1 Geiſteshauch, den Niemand ſieht, Der nun in die Luft entflieht, Liebevoll das Kleid umſchwebt, Das hienieden dich umwebt.
2. Ruh’ auf deiner Schwinge Flug Sey nun rechts, ſey links dein Zug⸗ Seyſt du auf ſeyſt abgewandt Ruhe noch am furchtbarn Nand.
. 3* Um die Frevelthat zu raͤchen, Die dich wegtrieb voll Erfrechen⸗ Sollſt du heimliche Gewalten Ueber Blut und Hiru behalten.
4* Tritt dann die Geſtalt dir nah⸗ Die dein boechend Auge ſah, Hoͤrſt du, wie der Fußtritt ſchallt, Der in dein ſterbend Ohr gehallt.
5.
Dann ſey das Mitgefühl belebt,
Das Fleiſch erwacht und Nerve bebt, Erweud der Wunden rothe Fluth, Die Tropfen ſchreien:„Blut und Blut!“
So verhärtet er nefre fühlte der Arzt doch Widerwil⸗ len über die Schwelle des Mannes zu gehen, zu deſſen Tode er ſo unmittelbar, wenn gleich, was die Perſon betraf, durch einen Irrthum beigetragen hatte.
„Laßt mich gehn, Weiber“— ſagte er,„meine Kunſt hilft nur den Lebenden, die Todten ſind über unſrer Macht. 8
„Ja, aber Euer Kranker iſt die Treppe Fhene die jüngſte Waiſe.—


