gnuͤgen den Schatz betrachtete, den er heimlich aufge⸗ Haͤuft hatte und von Zeit zu Zeit beſuchte,„iſt kein dummer Elender, der dieſe Stuͤcke wegen ihres gold⸗ nenGlanzes liebt; es iſt die Macht, mit der ſſie ihren Beſitzer begaben, die ihn zu ihrem Anbeter wirbt. Was gibts, das dir durch ſie nicht zu Gebote ſteht? Liebſt du Schoͤnheit und biſt gemein, haͤßlich, ſchwach und alt— hier iſt eine Lockſpeiſe, der die ſchoͤnſten Falken zufliegen werden. Biſt du ſchwaͤchlich, kraftlos, der Unterdruckung des Maͤchtigen unterworfen?— hier iſt das, was dich bewaffnet, welche maͤchtiger ſind, als dein kleiner Tirann. Biſt du glaͤnzend in Waͤn⸗ ſchen und verlangſt Pracht und aͤußeren Schein des Reichthums?— Dieſe dunkle Kiſte enthaͤlt manche weite Strecke von Thal und Huͤgel, manch ſchoͤnen Wald voll Wild und Tauſende von Vaſallen. Wuͤn⸗ ſcheſt du Hofgunſt, weltliche oder geiſtliche?— das Laͤcheln der Koͤnige, die Verzeihung der Paͤbſte und Prieſter fuͤr alte Verbrechen und die Erlaubniß, die arme von Prieſtern genarrte Seelen aufmuntert, neue zu wagen,— all dieſe heiligen Antriebe zum Laſter kannſt du um Geld kaufen. Selbſt Rache, von der man ſagt, daß ſie die Goͤtter ſich vorbehalten, ohne Zweifel, weil ſie der Menſchheit einen ſo fuͤßen Biſſen beneiden— ſelbſt Rache kann man dafuͤr haben. Aber ſie iſt auch durch hoͤheren Verſtand zu gewinnen, und das iſt die edlere Art ſie zu bekommen. Ich will da⸗ her meinen Schatz zu anderem Gebrauche ſparen und die Rache ohne Geld ausuͤhen oder vielmehr, ich will die Wolluſt vermehrten Reichthums dem Triumph ge⸗ rechter Beleidigung beifuͤgen. 4 Sodachte Dwining, als er von ſeinem Beſuch bei Sir John Ramorny zuruͤckgekehrt, das Gold das er fuͤr ſeine verſchiedenen Dienſte bei Ramorny erhalten hatte, in die Maſſe ſeines Schatzes legte und nachdem er das Ganze etliche Minuten betrachtet hatte, drehte er den
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154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
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