Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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105 machen einen Rieſenſchritt in der Rache. Immer iſt nur eines gewagt. Denke dir unſern Bullenbeißer tödt⸗ lich verwundet in den Schranken, wer wird ihn hindern eine Art von Beichte zu heulen, verſchieden von der, die wir angeben? 2

Nun, das kann ſein Arzt, ſagte Dwining.Laßt mich ihn warten und nur einen Finger auf ſeine Wunde legen, und er ſoll kein Geheimniß verrathen. Nun, das iſt ein williger Teufel, der weder Trei⸗ bens noch Lockens braucht! ſagte Ramorny.

Ich hoffe keines in Eurer Herrlichkeit Dienſte je zu beduͤrfen.

Wir wollen unſer Werkzeng nun unterrichten, fuhr der Ritter fort,wir werden ihn nachgiebig fin⸗ den, denn ſo ſchlimm der Hund iſt, er weiß doch den, der ihn fuͤttert, von dem zu unterſcheiden, der ihn pruͤgelt, und er haßt einen vormaligen koͤniglichen Ge⸗ bieter von mir tief wegen ſchmaͤhlicher Behandlung und erniedrigender Reden, die er von ihm empfing. Ich muß auch das Weitere deiner Kniſſe zu Rettung des Bullenbeißers aus den Haͤnden der Buͤrgerheerde noch mit dir verabreden.

Wir uͤberlaſſen das wuͤrdige Freundespaar ihren geheimen Schlichen, deren Ergebniſſe wir ſpaͤter ſehen werden. Sie waren, wenn gleich ganz verſchiednen Charakters, doch ſo geeignet zu Anlegung und Aus⸗ fuͤhrung verbrecheriſcher Plane, als das Windſpiel zum Zerreißen des Thiers, das der Spuͤrhund aufjagt oder dieſer zum Aufſuchen der Beute, die der hellſehende

Windhund mit dem Auge entdeckt. Stolz und Selbſt⸗

ſucht war beiden eigen, doch durch die Verſchiedenheit des Standes, der Erziehung und der Talente, erſchie⸗ nen ſie in beiden auf ganz verſchiedene Weiſe.« Nichts glich dem hochſtrebenden Ehrgeiz des hoͤfi⸗ ſchen Guͤnſtlings, des gluͤcklichen Frauendieners und des kuͤhnen Kriegers, als der demuͤthige, ſchleichende