Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Der Oberrichter von Perth würde nicht Zeit gehabt haben, das Wort Kampf zu nennen, ehe ich ihn an⸗ genommen hätte, aber ich bin gegenwärtig nicht im Stand, eine Lanze zu halten. 3

Das freut mich, mit Eurer Erlaubniß, Sir John um ſo weniger Blut wird vergoſſen werden, ſagte der König;Ihr habt alſo Eure Leute nach Eures Hausmeiſters Liſte in der St. Johannskirche zu ſtellen, damit ſie ſich in Gegenwart Aller, denen⸗ es wichtig iſt, von der Anklage reinigen. Seht, daß jeder von ihnen zur Zeit des Hochamts erſcheine, ſonſt wird Eure Ehre ſehr befleckt ſeyn. 3

Sie werden alle kommen, ſagte Sir John Ramorny. Dann verbeugte er ſich gegen den Ai und ſagte mit einem tiefen Bückling zum Herzog von Rothſay gewen⸗ det, dieſem ſo leiſe, daß ſonſt Niemand es hören konnte: Ihr habt mich edel behandelt, Mylord! Ein Wort von Euch hätte dieſen Streit geendet und Ihr wolltet es nicht ſprechen! 4

»Bei meinem Leben, flüſterte der Prinz,ich ſagte ſo viel, als mir eben noch Wahrheit und Gewiſſen er⸗ laubten. Du wirſt doch nicht erwartet haben, daß ich für dich lüge? und überdieß, John, dünkt mich in meinen zerſtreuten Erinnerungen dieſer Nacht, daß ich einen moͤrderiſchen Kerl mit einer Streitart ſah, der gerade ausſah, als hätte er den Nachtſtreich ausführen können. Ha! hab' ichs getroffen, Herr Ritter 2

Ramorny antwortete nichts, ſondern wandte ſich ſo plötzlich um, als hätte Jemand ſchnell an ſeinen ver⸗ wundeten Arm geſtoßen und begab ſich mit dem Grafen von Crawford wieder nach Hauſe, dem er, wenn auch nichts weniger, als zum Schmauſen geſtimmt, ein glän⸗ zendes Mahl anbieten mußte, um einigermaßen den Schutz anzuerkennen, den der junge Edelmann ihm ge⸗ ſchenkt hatte.

Walter Scott's Werke. 154s Bochen.