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„Ich bin nicht gehalten,“ ſagte Sir John Ramorny, „mich dieſem Gericht zu unterziehen, da ich durch das Zeugniß meines ehemaligen königlichen Gebieters er⸗ weiſen kann, daß ich in meiner Wohnung krank zu Bette lag, während dieſer Oberrichter und dieſe Vögte mich ein Verbrechen begehen laſſen wollen, wozu ich weder Wille noch Berſuchung hatte. Ich biu daher kein ge⸗ rechter Gegenſtand des Verdachts.« „Ich kann bezeugen,“ ſagte der Prinz,„daß ich Sir John Ramorny in derſelben Nacht, da der Mord vor⸗ ging, ſah und über Angelegenheiten meines Haushalts mit ihm ſprach. Ich weiß daher, daß er krank war und die That nicht perſönlich verüben konnte. Aber ich weiß nichts von der Beſchäftigung ſeiner Diener und will nicht auf mich nehmen, zu behaupten, es könne keiner von ihnen des angeſchuldigten Verbrechens ſchul⸗ dig ſeyn.“
Sir John Ramorny hatte während des Anfangs die⸗ ſer Rede mit trotziger Miene um ſich geſehen, wurde aber durch die letzten Worte des Herzogs von Rothſay etwas verwirrt.„Ich danke Eurer Hoheit,“ ſagte er lächelnd,„für Eure Klugheit und Euer beſchränktes Zeugniß für mich. Der war weiſe, welcher ſchrieb: „Setzt Euer Vertrauen nicht auf Fürſten.“
„Wenn Ihr keinen andern Beweis Eurer Unſchuld habt, Sir John Ramorny,“ ſagte der König,„ſo dür⸗ fen wir in Bezug auf Eure Diener den Klägern der beleidigten Wittwe und den Waiſen den Beweis durch das Sargrecht nicht verſagen, wenn nicht etwa einer von ihnen den Kampf vorzieht. Ihr ſelbſt aber ſeyd durch des Prinzen Zeugniß von der Anklage frei..
„Mein Fürſt,“ ſagte Sir John,„ich kann mich für die Unſchuld meiner Leute verbürgen.“
„Nun, ſo könnte ein Mönch oder ein Weib ſagen,“ unkerbrach Sir Patrick Charteris.„In ritterlicher Sprache, willſt du Sir John von Ramorny für dein Gefolge mit mir kämpfen ²


