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dem Koller tragend. Den traurigen Zug ſchloßen der Vogt Craigdallie und ein anderer Vorſteher.
Die vorübergehende Leidenſchaft des guten Königs verſchwand ſogleich, als er das blaſſe Geſicht der trau⸗ ernden Wittwe bemerkte und die unſchuldige Bewußt⸗ loſigkeit der Waiſen ſah, die einen ſo großen Verluſt erlitten hatten; als aber Sir Patrick Charteris der Wittwe niederknieen half und ſich ſelbſt, ſie immer noch bei der Hand haltend, auf ein Knie niederließ, fragte der König Robert mitleidig nach ihrem Namen und Geſchäft. Sie antwortete nicht, ſondern murmelte et⸗ was, auf ihren Führer blickend.
„Sprecht für die arme Frau, Sir Patrick Charteris,“
ſagte der König,„ und ſagt uns, warum ſie vor uns
tritt.“ »Mit Eurer Erlaubniß, mein Lehnsherr,“ antwortete Sir Patrick aufſtehend,„dieſe Frau und dieſe unglück⸗
lichen Kinder klagen bei Eurer Hoheit gegen Sir John
Ramorny von Ramorny, Ritter, daß von ihm oder Jemand von ſeinen Leuten ihr vormaliger Gatte Oli⸗ vier Proudfute, freigeborner Bürger von Perth, in den
Straßen der Stadt am Abend des Faſtendienſtags oder
am Morgen des Aſchermittwochs ermordet wurde.“
„Weib,“ antwortete der König mit vieler Güte, „dein Geſchlecht iſt mild und dein Kummer ſollte dich barmherzig machen; denn unſer eigenes Unglück muß uns— ja ich denke auch, es geſchieht ſo— freundlich gegen Andere ſtimmen. Dein Gatte hat nur den Pfad betreten, der uns Allen angewieſen iſt.“
„In dieſem Fall,“ ſagte die Wittwe,„erinnere ſich
mein Fürſt, daß er kurz und blutig war.“
„Ja, es wurde ihm ſchlecht gemeſſen. Aber da ich
unfähig war, ihn zu ſchützen, wie meine Königspflicht erheiſchte, ſo gedenke ich, zum Erſatz dich und dieſe Waiſen ſo gut oder beſſer zu unterhalten, als ihr in
den Tagen deines Gatten lebtet; nur ſteh von dieſer


