Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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„Nun, Bruder,“ ſagte Albany,„verzeiht mir, wenn ich Euch erinnere, daß wir noch die Sache zwiſchen den Buͤrgern von Perth und Ramorny hoͤren muͤſſen wegen Ermordung eines Buͤrgers.—

„Ja, ja,« ſagte der Monarch, indem er ſich wie⸗ der ſetzte,„noch mehr Gewalt— noch mehr Schlacht. — O, Schottland! Schottland! Wenn das beſte Blut deiner tapferſten Kinder deinen duͤrren Boden be⸗ reicherte, welches Land auf Erden wuͤrde dich an Frucht⸗ barkeit übertreffen! Wann hat man einen Schotten weißes Haar tragen ſehen, es ſey denn ein Unglück⸗ licher, wie dein Fürſt, den ſeine Unmacht vor dem Morde ſchützt, um die Blutſcenen zu ſehen, denen er kein Ziel ſetzen kann!— Laßt ſie eintreten— haltet ſie nicht auf. Sie ſind auf Mord erhitzt und beneiden einander jeden friſchen Athemzug aus ihres Schöpfers lieber Luft. Der Geiſt des Streits und Mords beſitzt das ganze

land!«“

Als der milde Fürſt ſich mit einer ihm nicht ge⸗ wöhnlichen unmuthigen und zornigen Miene auf ſeinen Seſſel zurückwarf, wurde die Thür am unteren Ende des Saals geöffnet und es traten aus der Gallerie, in die ſie führke, in das Gemach(während man durch die offene Thür in der Fern eine bewaffnete Wache der Buteleute*) oder Brandanen ſah) in Trauerprozeſſion die Wittwe des armen Olivier von Sir Patrick Char⸗ teris mit ſo viel Ehrfurcht geführt, als wär ſie eine Lady vom erſten Rang geweſen. Hinter ihnen kamen zwei gute Frauen, die Gattinnen von Stadtvorſtehern, in Trauerkleidern, die eine das kleine Kind tragend und die andere das ältere führend. Der Schmied folgte in geiner beſten Kleidung, eine Schärpe von Krepp über

*) Bute iſt ein Theil von Schottland, woher dieſe Leibwache genommen wurde. Anm. d. Ueb.