Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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90 ſeines Hauſes haben ihm den Namen Tineman*) um⸗

ſonſt gegeben.

„Bei St. Andreas, Robin!“« rief der Vater,„du biſt wie eine Nachteule, jedes Wort, das du ſagſt, bedeutet Streit und Unheil.“.

„Ich ſchweige, Vater,“ antwortete der Jüngling.

„Und welche Nachrichten vom hochländiſchen Aufſtand?“ fühe der König, gegen den Prior gewandt, fort, zu ragen.

„Er hat eine günſtige Geſtalt angenommen„E ſagte der Geiſtliche,„das Feuer, das dem ganzen Land drohte, wird in dem Blut von vierzig bis fünfzig Räubern er⸗ erſtickt werden; denn die zwei großen Bünde haben in feierlichem Waffenvertrag beſchloſſen, ihren Streit mit den von Eurer Hoheit genannten Waffen, in Eurer königlichen Gegenwart, an eeinem von Euch beſtimmten Ort am Palmſonntag, den dreißigſten des nächſten Märzmonds zu entſcheiden; die Zahl der Kämpfer iſt auf dreißig von jeder Seite beſchränkt und das Gefecht geht bis zum letzen Hauch, weßwegen ſie Eure Maje⸗ ſtät demüthig und ehrerbietig erſuchen und bitten, daß Ihr an dieſem Tag Euer königliches Vorrecht, den Kampf durch Hinunkerwerfen Eures Scepters oder durch den Ruf: Ho! zu enden, väterlich außer Kraft zu ſe⸗ tzen geruht, bis die Schlacht gänzlich ausgekämpft iſt.“

„Die Wilden!“ rief der König,„wollen ſie unſer beſtes und theuerſtes königliches Vorrecht beſchränken, dem Streit ein Ziel zu ſetzen und der Schlacht Still⸗ ſtand zu gebieten? Wollen ſie den einzigen Grund ent⸗ fernen, der mich dazu brachte, das mörderiſche Schau⸗ ſpiel ihres Kampfes zu ſehen? Wollen ſie fechten, wie die Menſchen, oder wie ihre Bergwölfe 96—

*) Tineman I. v. a. Verluſtinann, Ungluͤcksmann. Anm. d. Ueberſ.