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Zwanzigſtes Kapitel.
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In Gottes Namen, Liſt und Alles iſt Bereit, ſo ruͤhrt Euch, ſchuͤtze Gott das Recht! Heinrich IV. Th. 2.
In dem Rathszimmer des Kloſterpalaſtes der Domi⸗ nikauer, das unſere Leſer ſchon kennen, ſaß König Ro⸗ bert mit ſeinem Bruder Albany, deſſen ſcheinbar ſtrenge Tugend und wirkliche Verſtellungskunſt einen ſo großen Einfluß auf den ſchwachen Monarchen übte. Es war in der That natürlich, daß ein Mann, der ſelten die Dinge in ihrer wahren Geſtalt ſah, ſie in dem Lichte betrachtete, in dem ſie ein liſtiger, kecker Menſch, der die Anſprüche ſo naher Verwandtſchaft beſaß, zeigte.
Immer beſorgt um ſeinen verführten und unglückli⸗ chen Sohn bemühte ſich der König eben, Albany zur Uebereinſtimmung mit ihm zu bringen, indem er ihn vom Antheil an des Mützenhändlers Tod frei ſprach,
den Sir Patrick Charteris Seine Majeſtät hatte ahnen
laſſen.
„Das iſt eine unglückliche Sache, Bruder Robin,“ ſagte er, ein höchſt unglücklicher Vorfall und wird faſt Streit und Zwiſt unter den Gemeinen und dem Adel hier erregen, wie ſie in ſo vielen fernen Ländern Krieg gegen einander führen. Mir iſt nur etwas daran tröſt⸗ lich und das iſt, daß Sir John Ramorny ſeine Entlaſ⸗ ſung aus dem Dienſte des Herzogs von Rothſay erhal⸗ ten hat und man daher nicht ſagen kann, er oder Je⸗ mand von ſeinen Leuten, die dieſe blutige That gethau haben mögen, ſey dazu von meinem guten Robin er⸗ muthigt oder aufgehetzt worden. Ich bin gewiß, Bru⸗ Waſter Scott's Werke. 1548 Bdchen. 6
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