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Tod mit ihm kämpfen, ſo lang Roß und Mann ſteht und Lanze und Klinge halten. Iſt aber der Ausfor⸗ derer bürgerlichen Standes, ſo iſts billig, daß Magda⸗ lene Proudfute ihren Kämpfer unter den tapferſten Bürgern von Perth wähle und Schmach und Schaude brächt' es der ſchönen Stadt für immer, wenn ſie einen fände, der Verräther und Memme genug wäre, nein! zu ſagen. Bringt ſie her, daß ſie wähle.“
Heinrich Smith hörte dieß mit der trüben Ahnung, des armen Weibes Wahl würde auf ihn fallen und ſeine neue Verſöhnung mit ſeiner Geliebten dadurch wieder vernichtet werden, daß er in einen neuen Streit verwickelt werde, dem zu entgehen er kein ehrenvolles Mittel ſah und der unter andern Umſtänden von ihm als glorreiche Gelegenheit wäre begrüßt worden, ſich im Angeſicht von Hof und Stadt auszuzeichnen. Er wußte wohl, daß unter Pater Clemens Leitung Katha⸗ rine das Gottesgericht durch Zweikampf eher für eine Beleidigung gegen die Religion als für eine Berufung auf die Gobtheit und das keineswegs für vernünftig halten würde, daß man ſich auf die Stärke des Arms oder die Waffengewandtheit als einen Beweis ſittlicher Schuld oder Unſchuld verlaſſe. Er hatte daher von ihren eigenthümlichen, durch ihre Feinheit über die Zeit, in der ſie lebte, erhabenen Meinungen über die Sache viel zu fürchten.
Während er von dieſen ſtreitenden Gefühlen ſchmerz⸗ lich bewegt war, trat Magdalene, die Wittwe des Er⸗ ſchlagenen, in den Saal, in tiefe Trauer gehüllt, von fünf bis ſechs guten Frauen(d. h. Frauen von acht⸗ barem Stand und Ruf) gefolgt, die daſſelbe dunkle Ge⸗ wand trugen. Eine ihrer Dienerinnen hatte ein Kind auf den Armen, das letzte Pfand von Oliviers ehelicher Liebe. Eine andere führte ein kleines trippeludes Ge⸗ ſchöpf von ungefähr zwei Jahren, das mit Verwunde⸗ rung und Furcht bald auf die ſchwarze Kleidung, in
ie man es gehüllt hatte, bald auf die Sceue um ſich her ſah. 1 3


