Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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ruͤckrufen, eh er dem Befehl der Obrigkeit gehorchte, ſo dringend er war. Er rrug ſeine liebliche Buͤrde, ſo leicht als eine Feder, aber koſtbarer als ein gleiches Stuͤck Gold, in das kleine Schlafgemach, das ehemals ſeiner Mutter angehoͤrt hatte. Es war fuͤr eine Kranke am geeignetſten, da es an den Garten ſtieß und vom Getoͤſe des Aufſtandes abgelegen war.

„Hier— Amme, Amme Schoolbred— ſchnell,— Tod und Leben, ſchnell— man bedarf hier Eurer Huͤlfe!“⸗

Die Alte trabte herbei.„Waͤre es jemand, der dich aus dem Handel ziehen koͤnnte,“ dachte ſie, denn auch ſie war von dem Getoͤſe aufgeſchreckt, aber wie ſtaunte ſie, als ſie, mit Liebe und Ehrfurcht auf das Bett ihrer verſtorbenen Gebieterin gelegt und von den ath⸗ eriſchen Armen ihres Pflegeſohns gehalten, die ſchein⸗ bar lebloſe Geſtalt des ſchoͤnen Maͤdchens von Perth erblickte.„Katharina Glover? ſagte ſie„und heilige Mutter! ein ſterbendes Maͤdchen, wie es ſcheint!!⸗

„Nein, Alte,“ erwiederte der Pflegeſohn,„das theure Herz klopft— der ſuͤße Athem geht auf und ab! komm, du kannſt ſie ſanfter unterſtuͤtzen, als ich— bringe Waſſer— Eſſenzen— was deine alte Kunſt auftreibt. Der Himmel legte ſie nicht in meine Arme, um zu ſterben, ſondern um fuͤr ſich und mich zu leben.“

Mit einer Nuͤhrigkeit, die man ihrem Alter nicht haͤtte zutrauen ſollen, ſammelte die Amme Schoolbred alle Mittel, wodurch man Ohnmaͤchtige zu ſich bringt;

denn, wie viele Frauen der damaligen Zeit, wußte Walter Scott's Werke. 1548 Bdchen. 1