48 Bewußtloſigkeit und das ſcheinbare Stocken des Athoms der Geliebten.
Heinrich war trotz des Laͤrms, der ſchon lang ſeine Ohren erreicht hatte, zu Haus geblieben, feſt ent⸗ ſchloſſen, ſich in keinen Handel zu werfen, den er ver⸗ meiden koͤnnte und nur aus Gehorſam gegen den Ve⸗ fehl der Obrigkeit, dem er als Buͤrger folgen mußte, hatte er Schwert und Schild von der Wand genom⸗ men, um zum erſtenmal ungern zu gehn und den Dienſt zu leiſten, zu dem er verbunden war.
„Es iſt hart,“ ſagte er„in alle Stadthaͤndel ge⸗ ſtoßen zu werden, da doch Katharine des Fechten ſo ſehr verabſcheut. Gewiß ſind Maͤdchen genug in Perth, die zu ihren Liebhabern ſagen: Geh fort, thue deine Pflicht und gewinne deines Maͤdchens Dank! und doch ſchicken ſie jetzt nicht nach dieſen, ſondern nach mir, der weder die Pflicht des Mannes thun kann, eine Saͤngerin zu ſchuͤtzen, noch die eines Buͤrgers, der fuͤr die Ehre der Stadt ficht, ohne daß mich die eigenſinnige Katharine behandelt, als waͤr ich ein Naufbold und Hurer les Mit dieſen Gedanken war er beſchaͤftigt, als er, die Thuͤr oͤffnend, um auszugehen, die Geliebte ſeines Herzens, die er am wenigſten zu ſehen erwarteke, vor Augen ſah und ſie in ſeine Arme ſinken ließ.
Sein aus Ueberraſchung, Freude und Angſt gemiſch⸗ tes Gefuͤhl raubte ihm die Geiſtesgegenwart nicht, die der Vorfall verlangte. Er mußte Katharine Glo⸗ ver in Sicherheit bringen und zum Bewußtſeyn zu⸗


