Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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ſchaft ſo grob und ſchwer vernachlaͤßigt und beſchimpft hatte! Und doch war es ſo; und da ſie in der Eile die freieſte Straße, wie durch Inſtinkt einſchlug, er⸗ reichte ſie die Hauptſtraße, wo das Gedraͤnge am groͤßten war, vermeidend durch dieſelben engen Gaſſen an der Nordſeite der Stadt in den Wynd, durch die Heinrich fruͤher Louiſen begleitet hatte. Doch ſelbſt dieſe vergleichungsweiſe einſamen Gaſſen waren jetzt mit Leuten gefuͤllt, ſo allgemein war der Laͤrm. Ka⸗ tharine Glover draͤngte durch ſie, indeß diejenigen, welche ſie bemerkten, einander anſahen und aus Mit⸗ leid mit ihrem Ungluͤck den Kopf ſchuͤttelten. Endlich ſtand ſie ohne klare Gedanken vor dem, was üe wollte, vor der Thuͤr des Liebhabers und klopfte.

Die Stille, welche dem Schall ihres haſtigen Rufs folgte, vermehrte den Schrecken, der ſie zu verzwei⸗ felten Maßregeln trieb.

„»Macht auf! macht auf, Heinrich!« rief ſie,„macht auf, wenn Ihr lebt und nicht Katharine Glover todt auf Eurer Schwelle finden wollt!« Als ſie dieſen aͤngſtlichen Anruf an Jemand machte, deſſen Ohren ſie durch den Tod verſchloſſen glaubte, oͤffnete der ge⸗ rufene Liebhaber ſelbſt die Thuͤr eben noch zeitig ge⸗ nug, um zu hindern, daß ſie zu Boden ſank. Das Uebermaß des unerwarteten Entzuͤckens kam nur der Verwunderung gleich, die ihm verbot, es fuͤr wirklich zu halten und ſein Schrecken uͤber die geſchloſſenen Augen, die halboffenen blaſſen Lippen, die gaͤnzliche