Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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rothea ſtreiche Pflaſter; aber jetzt iſts nichts als Un⸗ ſinn, Luͤge, Unmoͤglichkeit, was aus Dorothea's Mund kommen kann.— Unmoͤglich! Glaubt der alte Simon, Heinrich Smiths Kopf ſey ſo hart wie ſein Ambos, wenn ein ganzer Clan Hochlaͤnder darauf klopft?«

Hier wurde ſie durch eine Engelgeſtalt unterbrochen, die mit verſtoͤrten Augen, todtblaſſen Lippen, losge⸗ bundenem Haar und offenbarer Bewußtloſtgkeit zu ihr hereilte und die Alte aus ihrer unzuftiedenen Laune ſchreckte.

„Unſere liebe Frau ſegne mein Kind!« ſagte ſie, „was ſeht Ihr ſo ſchrecklich aus?

„Sagteſt du nicht, es ſey Jemand todt?« fragte Katharine mit aͤngſtlicher Unſicherheit der Sprache, als dienten ihr die Hoͤr⸗ und Sprachwerkzeuge hicht mehr vollkoömmen. „Todt? freilich, ja, todt geung; Ihr werdet ſeine dunkeln Augen nicht mehr ſehen.«

„Todt!« ſagte Katharine immer noch mit zittern⸗ der Stimme.„Todt— erſchlagen— und von Hoch⸗ laͤndern?«. 4

„Ja, ohne Zweifel, von den elenden Schurken. Wer toͤdtet denn ſonſt die meiſten Leute, außer wenn hie und da die Buͤrger einen Laͤrm erheben und ein⸗ ander toͤdten, oder auch wenn die Ritter und Edlen Blut vergießen? Aber das kann ich ſagen, daß es dießmal die Hochlaͤnder geweſen ſind. Der Mann war nicht in Perth, der, Herr oder Burſche, dem Heinrich Smith von Angeſicht zu Angeſicht ſtehen