29 ſtreuen, ſeinen Begleiter, wie er es gemacht habe, nicht betrunken zu werden, während die übrige Geſellſchaft ſo übermäßig getrunken habe.“
„Erlauben Eure Gnaden,“ antwortete Wat der Engländer,„ich geſtehe, daß das immer meine Gewohn⸗ heit iſt, wenn es Euer Gnaden gefällt, daß Ihr Ge⸗ folge betrunken ſey. Erlaubt mir zu ſagen, daß ſie alle Schotten ſind, nur ich nicht und ich glaube, es wäre nicht gut, mich in ihrer Geſellſchaft zu betrinken; ſie können mich kaum leiden, wenn wir alle bei kaltem Blute ſind; würde ich mich auch betrinken, ſo könnte ich im Rauſch etwas erzählen, was ihnen mißfiele und durch eben ſo viele Dolchſtöße als die Geſellſchaft Leute zählt, dafür gelohnt werden.“
„Alſo wollt Ihr nie eines der Gelage mitmachen, die in unſerm Hauſe gehalten werden?
„Nie, außer, wenn es Eurer Gnaden gefällt, daß Ihre übrigen Leute einen Tag ganz nüchtern zubrin⸗ gen, um Will Wattkins zu erlauben, daß er ſich betrinke, ohne für ſein Leben zu fürchten.“
„Das kann noch geſchehen. Wo dienſt du, Wat⸗ kins?
„Im Stall, Eure Gnaden.“
„Unſer Kämmerer wird dich unter die Neomanwache ins Haus aufnehmen, deine Bedienung gefällt mir. Es will etwas heißen, einen nüchternen Burſchen im Haus haben, wenn auch ſeine Nüchternheit nur Todes⸗ furcht iſt. Du wirſt bei unſrer Perſon dienen und fin, den, daß deine Mäßigkeit eine glückliche Tugend iſt.“


