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morny, Ihr ſeyd's gewiß. Mein Oheim Albany iſt ehrgeizig und will ſich und ſeinem Hauſe mehr Macht und Reichthum ſichern, als er mit Grund verlangen kann. Aber denken, er wolle den Sohn ſeines Bruders ermorden oder enthronen. Ah! Ramorny, macht nicht, daß ich das alte Sprichwort anführe:„„wer Böſes bhut, der glaubt das Böſe.“« Euer Verdacht führt Euch irre, Ihr könnt nichts der Art gehört haben.“
„»Eure Gnaden irrt ſich auf ſeltſame Weiſe; aber ich will vollenden, was ich Euch ſagen wollte. Der Herzog von Albany iſt wegen ſeiner Habſucht und ſei⸗ nes Geizes allgemein verabſcheut.— Zwar iſt Eure Ho⸗ heit mehr geliebt als—
Ramorny ſchwieg und der Prinz fiel ruhig ein:— vals geachtet; ſo will ichs haben, Ramorny.“
„Das heißt,“ erwiederte der Ritter,„Ihr ſeyd mehr geliebt, als gefürchtet und das iſt keine ſichre Lage für einen Fürſten. Aber gebt mir Euer ritterliches Ehren⸗ wort, daß Ihr billigt, was ich für Euch unternehme; leiht mir Euer Siegel, um Freunde in Eurem Namen zu ſammeln und der Herzog von Albany wird ſeinen Einfluß auf dieſen Hof verlieren, um ihn dann erſt wie⸗ der zu gewinnen, wenn die Hand, die vormals zu die⸗ ſem verſtümmelten Arm gehörte, ihren Platz wieder einnimmt, um noch einmal dem Antrieb meines Willens zu gehorchen.“
„Ihr werdet doch nicht wagen, Euren Dolch in kö⸗ nigliches Blut zu tauchen?« fragte der Prinz mit fin⸗ ſterem Geſicht.


