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»Ich werde kurz ſeyn, ſowohl um meinet⸗ als um Euertwillen; ich habe wenig zu ſagen. Douglas hat ſich an die Spitze ſeiner Vaſallen geſtellt, er ſammelt im Namen des Königs dreißigkauſend Gränzbewohner, die er bald ins Innere des Königreichs führen wird, um zu verlangen, daß der Herzog von Rothſay ſeine Tochter zu ſich nehme, oder wenigſtens in die Rechte der Herzogin und Gemahlin einſetze. Der König Ro⸗ bert wird alle Bedingungen unterſchreiben, die den Frieden ſichern.— Was wird der Herzog von Rothſay thun?2«
»Der Herzog von Rothſay liebt den Frieden,“ ſagte der Prinz ſtolz,„aber er fürchtet den Krieg nicht und eh' er die ſtolze Marjory aus Gehorſam gegen ſeinen Vater zu Tiſch und Bett aufnimmt, wird Douglas König von Schottland.“
»Möge das ſo ſeyn.— Aber das iſt die geringſte Ge⸗ fahr, Douglas arbeitet nicht im Geheim, er droht offen.“
„Was iſt alſo das wichtige Geheimniß, das uns zu einer ſo unſchicklichen Stunde wach hält? Ich bin müde, Ihr ſeyd müde, Ihr ſeyd verwundet und ſelbſt die Fa⸗ ckeln ſcheinen, unſres Geſprächs müde, ausgehn zu wol⸗ len.“
„Sagt mir, wer regiert das Königreich Schottland?“ fragte Ramorny.
„Robert, der dritte des Namens,“ antwortete der Prinz, die Mütze abnehmend, während er die Worte ſprach;„möge er noch lange das Scepter führen!«


