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„Es iſt doch ſo, das Mährchen iſt alſo wahr; das ſind Teufel und ich bin ewig verdammt! Das Feuer ſieht man nicht, aber ich fühle es in meinem Herzen, das glüht, als würde es von dem ſiebenmal geheizten Ofen verbrannt.“ Während er ſchreckliche Blicke um ſich warf und ſich anſtrengte, zu völliger Beſinnung zu kommen, nahte ſich Eviot dem Prinzen und bat ihn knieend, er möchte die Gnade haben und ſeinem Gefolge befehlen, daß es abtrete.
„Dieſer Anblick,“ ſagte er,„kann meinem Herrn den Tod bringen.“
„Fürchte nichts,“ ſagte der Herzog von Rothſay, „wäre er an den Pforten des Todes, es gibt etwas, das die Teufel zwingen könnte, ihre Beute fahren zu laſſen. Bringt die Calebaſſe her!“
„Er iſt verloren, wenn er ſie anrührt,“ ſagte Eviot,
„wenn er Wein trinkt, iſt er todt.“
„Es ſoll einer für ihn trinken,“ ſagte der Prinz, „ſo wird dein Herr durch Stellvertretung geheilt; unſer mächtiger Gott Bacchus wird dem Kranken Her⸗ zensruhe geben, er wird ſeine Lunge glätten und ihm eine leichtere Einbildungskraft ſchenken, lauter ſchöne Eigenſchaften, während der treue Diener, der für ihn trinkt, Eckel, Unbehaglichkeit, Nervenreizung, trauri⸗ gen Blick, Hirnklopfen und andere Krankheiten leiden wird, denen die Natur unterworfen iſt und ohne die wir den Göttern allzu ähnlich wären. Was meinſt du, Eviot? willſt du der treue Diener ſeyn und an deines Herrn Stelle trinken? Thu es und wir verlaſ⸗
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