3 40— ſeines Zimmers und ich will den Weg ſchon ſelbſt fin⸗ den.— Hebt die Calebaſſe höher, meine wackern Diener und hütet euch, einen Tropfen der Flüſſigkeit zu ver⸗ gießen, die Bachus uns geſchenkt hat, um alle Krank⸗ heiten des Leibes und allen Kummer des Gemüths zu heilen. Vorwärts und laßt uns das Gefäß ſehen, das den koſtbaren Trank enthält.“
Der Prinz trat in das„Haus, deſſen Inneres er kannte, er ſtieg, von Eviot, der umſonſt Stille em⸗ pfahl, begleitet, eilig herauf und drang mit ſeinem gan⸗ zen Gefolge in das Gemach des Verwundeten.
Wer aus Erfahrung den Schlaf kennt, der ſich nach einer ſtarken Gabe Opium trotz der furchtbarſten Schmer⸗ zen der Sinne bemächtigt und aus dem man nun ganz unempfindlich durch Lärm mit Gewalt erweckt wird, der kann ſich den Schrecken und die Angſt Sir John Ramorny's und die Leiden ſeines Körpers vorſtellen, die beide gegenſeitig aufeinander wirkten. Nehmen wir zu dieſen Empfindungen noch das Bewußtſeyn des ver⸗ brecheriſchen Befehls, den er gegeben hatte und der wahrſcheinlich ſchon vollzogen war, ſo können wir uns ein Erwachen denken, dem der ewige Schlaf vorzuziehen wäre. Der Seufzer, den er beim erſten Schmerzgefühl hören ließ, hatte etwas ſo Schauerliches, daß ſelbſt die leichtſinnigen jungen Leute einige Minuten ſtille blieben. Ohne die Lage zu ändern, die er während des Schlafes auf ſeinem Bette eingenommen hatte, ſah der Kranke mit düſterm Blick ſich in dem mit phantaſtiſchen Ge⸗ ſtalten angefüllten Zimmer um und ſagte zu ſich ſelbſt, noch halb beſinnungslos:.
gid irßn


