Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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7 ſeine Ungnade. Er fuͤrchtete, auf den Straßen belei⸗ digt zu werden, denn er entkam mit Muͤhe den Buͤr⸗ gern, als die Schurken ihn mit zwei von ſeinen Die⸗ nern bis ins Dominikanerkloſter verfolgten. Dieſe Bedienten ſind, damit ſie nicht ſchwaͤtzen, in die Graf⸗ ſchaft Fife geſchickt worden.

Das heißt klug gehandelt,« ſagte der Prinz,der (wie wir unſern Leſern nicht zu ſagen brauchen) ei⸗ nen beſſern Anſpruch auf dieſen Namen hatte, als den er von der luſtigen Nacht borgte.Er handelt klug, wenn er die Schwaͤtzer wegſchickt. Aber Sir Johns Abwe⸗ ſenheit von dieſem feierlichen, ſchon ſo lang angeord⸗ neten Feſte iſt Meuterei und Aufkuͤndigung des Ge⸗ horſams. Wenn aber der Ritter wirklich Gefangener der Krankheit und Melancholie iſt, ſo muͤſſen wir ihn mit einem Beſuch erfreuen, denn es gibt kein beßres Mittel gegen ſolche Krankheiten, als unſre Gegenwart und einen ſuͤßen Kuß der Calebaſſe. Vorwaͤrts, Knap⸗ pen, Muſikanten, Wachen und Hofleute! Zeigt das große Zeichen unſrer Wuͤrde. Erhebt die Calebaſſe, ſag' ich! und laßt die Traͤger der Tonnen, mit deren Blut wir unſern Becher fuͤllen, die nuͤchternſten ſeyn. Die Laſt iſt ſchwer und koſtbar und wenn unſer Ge⸗ ſicht nicht truͤb iſt, ſcheinen ſie uns mehr zu haͤngen und zu wanken, als uns lieb iſt. Jetzt voran, meine Herren, laßt die Muſikanten ihre luſtigſten, lauteſten Stuͤcke ſpielen.

Sie ſetzten ſich von Freude und Wein halb trunken in Bewegung, die zahlreichen Fackeln warfen ihr rothes