Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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. 8 Licht auf die kleinen Fenſter und engen Gaſſen, wo Männer in Nachtmützen und oft ſogar ihre Weiber ver⸗ ſtohlen herausſahen, um die Lärmer zu erkennen, die die öffentliche Ruhe zu einer ſo ſpäten Stunde ſtörten. Endlich hielt die luſtige Schaar vor Sir John Ramor⸗ ny's Hauſe, das von der Straße nur durch einen klei⸗ nen Hof getrennt war.

S ie klopften heftig und drohten Rache dem der ſich weigerte das Gitter zu öffnen. Die geringſte Strafe mit der ſie drohten, war, ihn in ein leeres Faß im Verließ unter dem Pallaſte des Fürſten Zeitvertreib einzuſperren, das heißt, in den Bierkeller. Aber Eviot, der Page Ramorny's, hörte den Lärm und wußte wohl, wer die heftigen Klopfer waren. In Betracht der Lage, in der ſich ſein Herr befand, hielt er für das Klügſte, keine Antwort zu geben, in der Hoffnung die jungen Thoren würden ihres Weges gehn und wohl wiſſend, daß es ein fruchtloſer Verſuch ſeyn würde, ſie von ih⸗ rem Vorſatz abzubringen. Da das Gemach ſeines Ge⸗ bieters auf einen kleinen Garten ging, ſo dachte der Page, er würde durch das Geräuſch nicht geweckt wer⸗ den. Er verließ ſich auf die Stärke des äußern Thors und beſchloß, ſte klopfen zu laſſen, bis ſie ſelbſt müde würden oder ihr Rauſch vorüber wäre. Die lüderliche Geſellſchaft ſchien ſich auch wirklich bald durch das Ge⸗ ſchrei und die Anſtrengungen erſchöpfen zu müßen, die ſie mit Anſchlagen an die Pforte machten, als ihr ſcheinba⸗ rer Fürſt oder vielmehr derjenige, der unglücklicher Weiſe nur zu gewiß ihr Gebieter war, ſie für traurige und