Teil eines Werkes 
151. Bändchen = Neue Folge, 1. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 1. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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dringende Gruͤnde ob, daß. daß... Er unterdruͤckte etwas, das ſich ihm uͤber die Lippen draͤngen zu wol⸗ len ſchien, und fuhr fort,daß Conachar's Vater ſo handelte, wie er gethan hat. Uebrigens habe ich Alles erfuͤllt, was ich ihm verſprochen hatte, und zweifle nicht, daß er mich redlich bezahlen wird. Doch ſetzt mich Conachar's ploͤtzliche Entfernung in einige Verlegenheit; ich hatte ihm gewiſſe Geſchaͤfte anver⸗ traut ich muß in der Werkſtaͤtte nachſehen.

Kann ich Euch begleiten, Vater? fragte Heinrich,

durch den ernſten Ton ſeines Freundes getaͤuſcht.

Ihr? nein! antwortete Simon in einem trocknen Tone, der Heinrich das Unpaſſende ſeines Anerbietens ſo ſehr fuͤhlen ließ⸗ daß er tief erroͤthete, hier ſo we⸗ nig Geiſtesgegenwart gezeigt zu haben, wo die Liebe ihn aus einem halben Wort haͤtte errathen laſſen ſol⸗ len, was der alte Glover beabſichtigte.

Katharina, ſagte Simon im Hinausgehen,leiſte deinem Valentin auf einige Minuten Geſellſchaft, und laß ihn nicht fort, bis ich zuruͤckkomme. Folge mir, Dorothee, ich glaube, ich werde dich noͤthig haben.

Er verließ das Zimmer mit der Alten und Hein⸗ rich Smith war, beinahe zum erſtenmal in ſeinem Leben, allein mit Katharinen. Ungefaͤhr eine Minure lang war das Maͤdchen in ſichtbarer Verlegenheit, und der Liebende benahm ſich ziemlich linkiſch. End⸗ lich nahm Heinrich allen ſeinen Muth zuſammen, zog die Handſchuhe, die ihm Simon zugeſteckt hatte, aus der Taſche, und bat ſie, dem, dem dieſen Morgen eine ſo hohe Gunſt geworden ſey, zu erlauben, die Buße zu entrichten, in die er verfallen ſey, weil er in einem Augenblick geſchlummert habe, den er gerne mit einem ganzen Jahre wieder erkaufen wollte, wenn er nur eine Minute gewacht haͤtte.