Teil eines Werkes 
151. Bändchen = Neue Folge, 1. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 1. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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116 kaͤmeſt; da koͤnnte ich dann, waͤhrend ich mit ihnen 4 fertig wuͤrde, meinem Lehrjungen, dem kleinen Jan⸗ kin das Geſchaͤft uͤberlaſſen, dich zu zuͤchtigen. Katharina unterbrach dieſen Wortwechſel.Stille, mein treuer Valentin, dem ich das Recht habe zu befehlen, und auch du, Conachar, ſey ſtille: du mußt mir, als der Tochter deines Meiſters gehorchen; es iſt nicht fein, am Morgen einen Streit wieder anzu⸗ fangen, den die Nacht haͤtte beſchwichtigen ſollen. So lebt wohl, Meiſter Glover ſagte Conachar, nachdem er noch einen Blick der Verachtung auf Smith geworfen, den dieſer blos mit einem ſchallen⸗ den Gelächter beantwortete;lebt wohl. Ich danke Euch fuͤr Alles, was Ihr Gutes an mir gethan; Ihr habt mir deſſen mehr erwieſen, als ich verdiente. Wenn ich manchmal weniger dankbar dafuͤr erſchien, als ich ſollte, ſo lag die Schuld an den Umſtaͤnden, nicht an meinem Willen. Katharina... er warf ei⸗ nen Blick tiefer Ergriffenheit auf ſie, in dem, wie es ſchien, Gefuͤhle verſchiedener Art ſich ausſprachen. Er zoͤgerte, als wollte er ihr etwas ſagen; endlich wandte er ſich, nachdem er ihr blos noch hinzugeſetzt: Lebt wohl!* Fuͤnf Minuten darauf verließ er Perth, in Halbſtiefeln, wie ſie die Hochlaͤnder tragen, und ein kleines Buͤndel unter'm Arme, und ging durch das gegen Norden fuͤhrende Thor den Gebirgen zu. Da geht er hin, ſo ſtolz und arm, als es nur ein Hochlaͤnder ſeyn kann, ſagte Heinrich.Er ſpricht von Goldſtuͤcken ſo gleichguͤltig, wie ich etwa von Dreiern, und doch wollt' ich darauf ſchwoͤren, daß der Daumen am wollenen Handſchuh ſeiner Mutter alle Schaͤtze ſeines Clan's zuſammen faſſen koͤnnte. »Wohl moͤglich, ſagte der Handſchuhmacher, uͤber dieſen Gedanken laͤchelnd,beſonders, da ſeine Mut⸗