115 bocksledernen Sporran) zu fuͤllen, der Euch ſo frei⸗ gebig Gold ſpenden ſoll, und von welchen Waiden die Ochſen kommen, die Ihr uͤber die Grampiſchen Gebirge erhalten ſollt.“.
„Ihr erinnert mich eben recht,“ ſagte der junge Hochlaͤnder, ſich mit ſtolzer Miene gegen den Waf⸗ fenſchmied wendend,„daß ich auch mit Euch eine Rech⸗ nung abzumachen habe.“...
„Komm mir nicht zu nahe,“ ſchrie Heinrich, ſeinen nervigten Arm ausſtreckend,„ich will nichts mehr mit dir zu ſchaffen haben; zwar mache ich mir wenig aus'nem Wespenſtich, aber ich dulde es nicht, daß das Inſekt mir nahe komme, wenn ich durch ſein Sumſen aufmerkſam gemacht bin.“
Conachar laͤchelte mit veraͤchtlicher Miene.„Ich wollte dir nichts zu Leid thun,“ ſagte er,„der Sohn meines Vaters hat dir nur zu viele Ehre angethan, daß er das Blut eines ungeſchlachten Burſchen, wie du, vergoß. Ich will dir's tropfenweiſe bezahlen, damit es trockne, und mir die Finger nicht laͤnger beſudle.“
„Schweig, großſprecheriſcher Affe,“ verſetzte der Waffenſchmied;„das Blut eines braven Mannes kann nicht mit Geld aufgewogen werden. Die einzige Ge⸗ nugthuung, die du mir geben koͤnnteſt, waͤre, daß du auf eine Meile von deinen Bergen, mit zweien der ſtolzeſten Prahler deines Clan's in's Unterland
*) Die Taſche der Hochlaͤnder, gewoͤhnlich aus Bocks⸗ leder, und vorn uͤber den Kleidern getragen, heißt in ihrer Sprache Sporran Sporran⸗moulbach wird ſie genannt, wenn die haarige Seite nach auſſen gekehrt iſt, 3
Der Herausg. §*


