Teil eines Werkes 
151. Bändchen = Neue Folge, 1. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 1. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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111 der letzten Nacht nicht blicken laſſen, wenigſtens habe ich ihn nicht geſehen; hat ihn eines von euch bemerkt?««

Die Antwort fiel allgemein verneinend aus, und Heinrich ſetzte hinzu:Es gibt Zeiten, wo ſich dieſe Hochlaͤnder verſteckt zu halten wiſſen, wie ihre Hirſche, ja, und ebenſo ſchnell zu laufen, um der Gefahr zu entkommen, das habe ich ſelbſt erfahren.«

»»Und es gibt Zeiten,« verſetzte Simon,wo der Koͤnig Arthur und ſeine Tafelrunde ihnen nicht Stand halten koͤnnten. Ich wollte, Heinrich, ich hoͤrte dich mit mehr Achtung von den Hochlaͤndern ſprechen; ſie kommen oft nach Perth, einzeln und haufenweiſe, und du ſollteſt mit ihnen in Frieden leben, ſo lange ſie mit dir Frieden halten.«

Heinrich war ſchon im Begriffe, ihm mit prahlenden Worten zu antworten, aber die Klugheit warnte ihn noch zu rechter Zeit.

Ihr wißt, mein Vater,ſagte er laͤchelnd, daß wir Handwerker den Leuten den Vorzug geben, von denen wir leben. Nun iſt es mein Handwerk, fuͤr die edlen Ritter, Knappen, Edelknechte und Andere, die die Waffen, die ich ſchmiede, tragen, zu arbeiten; es iſt daher natuͤrlich, daß ich die Ruthven, Lindſap, Ogilvie, Oliphant und ſo viele andere unſerer tapfern, edlen Nachbarn, die in meinen Ruͤſtungen gehen, den hochlaͤndiſchen Streifzuͤglern vorziehe, die beinahe nackt umherziehen, und uns nur zu ſchaden ſuchen, um ſo mehr, da in jedem Clan keine fuͤnf ſind, die einen verroſteten Waffenrock haben, ſo alt, als ihr Brat⸗ tach*), und noch dazu das Werk eines ungeſchickten Schmieds aus ihrem Stamme, der nicht zu unſrer ehrſamen Zunft gehoͤrt, und auf ſeinem Amboße los⸗ haͤmmert, wie ſein Vater vor ihm. Ich ſage Euch,

*) Ihre Fahne. Der Herausg.