Teil eines Werkes 
151. Bändchen = Neue Folge, 1. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 1. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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koſtbaren, wachſamen Valentin wegnehmen und weckt dich mit einem Kuſſe, der beim heiligen Macgri⸗ der! deinem Amboß Leben gegeben hätte und dich höre ich ächzen, ſeufzen und klagen, als wäre ſie dir mit einem glühenden Eiſen über die Lippen gefah⸗ ren! Beim heil. Johannes! ich wollte, ſie hätte dir Dorotheen an ihrer Statt geſchickt und dich ſo gezwun⸗ gen, der Valentin dieſes lebendigen Geripps zu ſeyn, das keinen Zahn mehr im Munde hat. Man hätte in ganz Perth keine ſinden können, die beſſer für einen Lieb⸗ haber taugte, der kein Herz hat.

Was das betrifft, Vater Simon, ſo habe ich ſchon einem paar Dutzend ſtolzer Hähne den Kamm geſtutzt und die können euch ſagen, ob ich Herz habe, oder nicht. Aber der Himmel weiß, ich gäbe mein Stüch Feldes, das ich als Bürger beſitze, meine Eſſe, meine

lasbälge, meinen Amboß und Alles, was ich habe, könnte ich über dieſen Punkt denken, wie ihr. Aber ich ſpreche nicht von ihrer Scham und ihrem Erröthen, ſondern von der Bläſſe, die ſo ſchnell alle Farbe von ihren Wangen jagte und von den Thränen, die ihr in's Auge kamen. Es war wie ein Aprilſchauer, der den ſchönſten Tag, ſo je übern Tay aufgegangen, verfinſterte.*

Pahl pah! weder Perth noch Rom ſind in einem Tag gebaut worden. Du haſt den Fiſch ſchon hundert⸗ mal im Netze gehabt und hätteſt dir eine Lehre daraus nehmen ſollen. Wenn der Fiſch an der Angel angebiſ⸗ ſen hat, ſo darfſt du nicht an der Schnur zerren, ſonſt reißt ſie ab, und wenn ſie von Drath wäre; aber fahre mit der Hand nach, laß den Fiſch auf die Oberfläche des Waſſers kommen, habe etwas Geduld und in we⸗ niger als einer halben Stunde haſt du ihn im Trock⸗ nen. Du haſt einen Anfang ſo gut du ihn wünſchen

kannſt, du müßteſt nur wünſchen, das arme Mädchen

ſoll zu dir ans Bett laufen, wie an den Seſſel, was bei ehrſamen Mädchen nicht Sitte iſt. Aber gib Ach⸗