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für Heinrich, als wäre die Sonne am Firmamente ver⸗ ſchwunden am Mittag und als lagere ſich plötzlich Fin⸗ ſterniß über den Erdkreis. Die Hoffnungen, die er, durch das vorhin Geſchehene ermuthigt, gefaßt hatte, begannen ſchon zu ſinken, wenn er an die plötzliche Ver⸗ änderung in Katharinen's Benehmen dachte, an die Thränen, die ſie ſo eben vergoſſen, an die ſichtbare Angſt, die ihre Züge verriethen, und an die Beſorgt⸗ heit, mit der ſie ſo beſtimmt, als das Zartgefühl ihr erlaubte, erklärt hatte, daß die Schritte, die ſie ge⸗ than, nur die Abſicht gehabt haben, dem Ceremoniel des Feſtes genan nachzukommen. Ueberraſcht und miß⸗ veignügt bemerkte Glover Smith's kummervolles Aus⸗ ehen.
„Im Namen des heiligen Johannes!“ rief er,„war⸗ um blickſt du finſter, wie eine Eule, da ein rüſtiger Burſche wie du, der in das arme Kind ſo verliebt ſeyn will, als du vorgiebſt, luſtig ſeyn ſollte, wie ein Fink.“
„Ach, Vater!“ erwiederte der entmuthigte Liebhaber, „ich ſehe auf ihrer Stirne etwas geſchrieben, das mir ſagt, daß ihre Liebe zu mir zwar ſtark genug iſt, meine Valentine, nicht aber mein Weib zu werden.“
„Und ich ſage dir, du biſt ein kalter, einfältiger Burſche und haſt kein Herz. Ich verſtehe eben ſo gut und beſſer als du, auf der Stirne eines Weibes zu le⸗ ſen und habe auf der ihrigen nichts der Art geſehen. Alle Teufel! du ſpreitzſt dich wie ein Lord im Lehnſtuhle und ſchließt, wie ein Richter bei der Audienz, wäh⸗ rend du, wärſt du ein nur etwas feuriger Liebhaber ge⸗ weſen, die Augen offen gehabt und gegen Oſten gerich⸗ tet hätteſt, um den erſten Strahl der Sonne zu er⸗ warten. Aber nein, da liegſt, ſchläfſt, ſchnarchſt du und ich ſtehe dafür, denkſt weder an ſie, noch an ſonſt etwas und unterdeſſen ſteht das arme Kind mit Tages⸗ anbruch auf, aus Furcht eine Andere möchte ihr ihren


