93 gegen Dunkbeld zurückſtrömen, als daß wir eine ſolche Ungerechtigkeit leiden.“
„Und wie können wir ſie hindern?“ fragte ein Greis mit ernſter Miene, der ſich mit beiden Händen auf einen Degen ſtützte,„was wollt Ihr denn, daß wir thun ſollten?“
„Wahrlich, Vogt Craidallie,« antwortete Proud⸗ fute,„von Euch hätte ich dieſe Frage am allerwenig⸗ ſten erwartet! Ich wollte, wir giengen von hier alle uſammen, als brave Leute vor den König, ſelbſt auf
ie Gefahr ſeine Ruhe zu ſtören, ſtellten ihm vor, wie unangenehm es für uns ſey, zu gegenwärtiger Jahrs⸗ zeit das Bett verlaſſen zu müſſen, beinahe ohne an⸗ dere Kleidung, als im Hemd, zeigten ihm dieſe blu⸗ tige Hand, und bäten ihn, mit ſeinem königlichen Mund zu entſcheiden, ob es recht und billig iſt, daß ſeine getreuen Unterthanen durch die Edeln und Ritter ſei⸗ nes ausſchweifenden Hofes alſo behandelt werden, das hieße ich das Eiſen ſchmieden, ſo lang es noch warm iſt. es
„Warm, ſagſt Du?“ erwiederte der alte Vogt; „ſo warm, meiner Treu! daß wir vor Kälte ſtürben, ehe der Thürſteher den Schlüſſel im Schloſſe umgedrehd hätte, uns vor den König zu laſſen. Auf, meine Freunde, die Nacht iſt kalt; wir haben unſere Pflicht als ehr⸗ liche Leute gethan, und unſer wackerer Smith hat zwei von denen, die uns eine Unbilde zufügen wollten, eine Lektion gegeben, die mehr wirken wird, als zwanzig Erlaſſe des Königs. Morgen iſt wieder ein Tag, da wollen wir hier wieder zuſammenkommen, um die Maßregeln zu berathen, die zu ergreifen ſind, um die Ruchloſen zu entdecken und feſtnehmen zu laſſen. Für jetzt wollen wir auseinander gehen, ehe unſer Blut uns in den Adern gefriert.«⸗.
„Bravo! Bravo! Nachbar Craigdallie!« rief es von allen Seiten;„es lebe St. Johns⸗toun!
Olivier Proudfute hätte gerne geantwortet, denn er


